Schülerin über Jahre zur Prostitution gezwungen: Lange Haftstrafe für 32-Jährigen

Frankfurt am Main - Er zwang eine Frau fünf Jahre lang zur Prostitution: Ein 32-Jähriger ist deshalb vom Landgericht Frankfurt zu acht Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.

Nach fünf Jahren gelang der jungen Frau mithilfe eines Freiers die Flucht aus dem Bordell (Symbolbild).
Nach fünf Jahren gelang der jungen Frau mithilfe eines Freiers die Flucht aus dem Bordell (Symbolbild).  © 123RF/Katarzyna Białasiewicz

Der Angeklagte hatte laut Urteil die Schülerin in seiner bulgarischen Heimat mit Versprechungen nach Deutschland gelockt und dort in ein Bordell in Frankfurt gesperrt.

Die junge Frau habe ihre Einkünfte von durchschnittlich 300 Euro täglich an ihn abgeben müssen. Das Gericht zog deshalb insgesamt rund 330.000 Euro vermutete Einnahmen ein.

Viermal sei sie von dem Mann vergewaltigt worden, wobei es zu mehreren Schwangerschafts-Abbrüchen gekommen sei.

Vor Gericht hatte der 32-Jährige die Vorwürfe bestritten und die Aussage der Frau als Rache-Akt für das von ihm verkündete Ende der Liebes-Beziehung bezeichnet. Die Richter hielten die Aussage der heute 27 Jahre alten Frau jedoch für glaubwürdig.

Darüber hinaus hatten mehrere Freier der Frau Beobachtungen in dem Bordell gemacht, die den Angeklagten belasteten. Erst nach fünf Jahren gelang der Frau schließlich 2016 mithilfe eines dieser Freier die Flucht.

Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre Haft beantragt, die Verteidigung auf Freispruch plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Vor Gericht hatte der 32-Jährige die Vorwürfe bestritten und die Aussage der Frau als Rache-Akt für das von ihm verkündete Ende der Liebes-Beziehung bezeichnet (Symbolbild).
Vor Gericht hatte der 32-Jährige die Vorwürfe bestritten und die Aussage der Frau als Rache-Akt für das von ihm verkündete Ende der Liebes-Beziehung bezeichnet (Symbolbild).  © 123rf/phartisan

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