Mehrfach-Mörder "Lasermann" nach Schweden ausgeliefert

Frankfurt - Deutsche Behörden haben den wegen Mordes verurteilten sogenannten "Lasermann" zurück in seine Heimat Schweden überstellt.

Der Schwede bei der Urteilsverkündung am 21.02.2018.
Der Schwede bei der Urteilsverkündung am 21.02.2018.  © DPA

Wie Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag sagte, sei der 64-jährige Mann am Donnerstag an das skandinavische Land ausgeliefert worden. Die "Bild-Zeitung" hatte über die Auslieferung von Frankfurt nach Schweden berichtet.

Diese Vorgehen sei mit Schweden vorher so abgestimmt worden, um den Mann in Frankfurt vor Gericht stellen zu können, so die Staatsanwältin.

Er hatte in der Bankenstadt vor mehr als 25 Jahren eine Garderobenfrau auf offener Straße erschossen. In Schweden saß er bereits wegen weiterer Morde und versuchter Morde dort seit Jahrzehnten im Gefängnis.

Weil er dabei ein Gewehr mit Laserzieleinrichtung verwendet hatte, wurde er als "Lasermann" bekannt. Das Frankfurter Landgericht verurteilte ihn dann im vergangenen Jahr auch wegen Mordes zu lebenslanger Haft und Sicherungsverwahrung.

Nach Angaben der Staatsanwältin muss der Mann zunächst seine Strafe in Schweden absitzen. Ob es dann noch dazu komme, dass er seine deutsche Strafe verbüße, sei unklar.

Der 64-Jährige ermordete vor 25 Jahren eine Garderobenfrau (Archivbid).
Der 64-Jährige ermordete vor 25 Jahren eine Garderobenfrau (Archivbid).  © DPA

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