Managerin geht im Prozess gegen DSDS-Gewinner Severino leer aus

Frankfurt - Im Prozess um Zahlungsforderungen einer Künstlermanagerin gegen den früheren Gewinner der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar", Severino Seeger (30), hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Donnerstag die Zahlungsansprüche der Managerin zurückgewiesen.

Schon in der Vergangenheit saß Severino vor Gericht. Diesmal ging es jedoch glimpflich für ihn aus (Archivbild).
Schon in der Vergangenheit saß Severino vor Gericht. Diesmal ging es jedoch glimpflich für ihn aus (Archivbild).  © dpa/Boris Rössler

Die Klägerin, die an der Gewinnprämie und den Einkünften aus einem Konzertvertrag in Höhe von knapp 100.000 Euro beteiligt werden wollte, habe beim Zustandekommen der Verträge zwischen Seeger und dem Konzertveranstalter keinerlei Tätigkeiten entfaltet, die einen Zahlungsanspruch rechtfertigen würde.

Nach dem Sieg in der Fernsehshow und der Auszahlung eines "mittleren sechsstelligen Betrages" an den Gewinner der DSDS-Staffel von 2015 stockte dessen weitere Karriere nach der Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe vor dem Landgericht Frankfurt. Die Vorstrafe hatte das Ende des Konzertvertrages und auch der Geschäftsverbindung mit der Managerin zur Folge. Weil der "Superstar" aber vier Fünftel des an ihn ausgezahlten Geldes behalten durfte, verlangte die Managerin eine Beteiligung.

Dem OLG-Urteil zufolge lasse sich dem Konzertvertrag der Grundsatz entnehmen, dass eine Vergütung nur "für erbrachte Leistungen" geschuldet werde. Die Managerin aber habe nichts für das Zustandekommen des Konzertvertrages getan. In erster Instanz hatte das Landgericht Hanau der Zahlungsklage noch zum überwiegenden Teil stattgegeben.

Das OLG gab nun der Berufung von Severino Seeger statt und hob die Entscheidung vom Februar 2017 auf.

Titelfoto: dpa/Boris Rössler


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