Migrantensohn qualvoll verdurstet

Frankfurt/Main - Im Heizungskeller eines Sportleistungszentrums wird die Leiche eines Kindes gefunden: Migrantensohn Malte ist eingesperrt worden und qualvoll verdurstet.

Mauerblümchen Meike Voss (Lina Beckmann, 36) hat unter ihrem teuflischen Sohn Felix (Juri Winkler, 14) zu leiden
Mauerblümchen Meike Voss (Lina Beckmann, 36) hat unter ihrem teuflischen Sohn Felix (Juri Winkler, 14) zu leiden  © HR/Bettina Müller

Die Ermittlungen von Anna Janneke (Margarita Broich, 57) und Paul Brix (Wolfram Koch, 56) konzentrieren sich zunächst auf den seltsamen Hausmeister, der verdächtig viel Zeit mit Malte verbracht hat.

Dann führt die Spur zum eiskalten Joachim Voss (Golo Euler, 35), der das Zentrum brutal leistungsorientiert führt und zu Hause seine Ehefrau Meike (Lina Beckmann, 36) quält.

Die furchtbare Familie wird komplett durch den teuflischen Felix (Juri Winkler, 14), der seinem sadistischen Vater zu sehr nacheifert...

Lohnt sich das Einschalten?

Anna Janneke (Margarita Broich, 57) und Paul Brix (Wolfram Koch, 56) müssen "eine Bestie fangen".
Anna Janneke (Margarita Broich, 57) und Paul Brix (Wolfram Koch, 56) müssen "eine Bestie fangen".  © HR/Bettina Müller

Teils, teils. Der "Tatort: Unter Kriegern" führt in die Welt der Leistungselite, in der es keine Gefühle gibt. Ein sehr kalter Fall also. So etwas muss man mögen. Zumal zahlreiche Figuren obendrein arg überzeichnet sind und Hochspannung nicht recht aufkommt. Das spricht eher dagegen.

Positiv sind allerdings die durchweg atemberaubend guten Schauspielerleistungen. Broich und Koch sind ohnehin ein Spitzenteam, auch die Episodenrollen sind diesmal traumhaft besetzt. Heraus sticht Lina Beckmann, privat die Gattin von Charlie Hübner. Ihre Wandlung von der gedemütigten Duckmäuserin zur Aufbegehrenden ist bravourös.

Ebenso gut der kleine Juri Winkler ("Rico & Oskar") als... nein, die Schlusspointe darf nicht verraten werden. Nur so viel: War der letzte Frankfurt-"Tatort: Fürchte Dich" ein Horrorfilm, so fühlt man sich hier zumindest an den 70er-Jahre-Gruselfilm "Das Omen" erinnert.

"Ich muss eine Bestie fangen", sagt Brix irgendwann. Wenn er nur wüsste, wie recht er hat. Durchwachsener Fall mit starkem Ensemble.


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