Von Polizist verletzt: Land Hessen muss Schmerzensgeld an Eintracht-Fan zahlen

Frankfurt am Main - Bei einem Polizeieinsatz im vergangenen Jahr ist ein Fan von Eintracht Frankfurt von einem Polizisten verletzt worden. Jetzt erhält er dafür vom Land Hessen Schmerzensgeld.

Von dem Fan sei zum Zeitpunkt des Stoßes keine Gefahr ausgegangen, begründete das Gericht das Urteil (Archivbild).
Von dem Fan sei zum Zeitpunkt des Stoßes keine Gefahr ausgegangen, begründete das Gericht das Urteil (Archivbild).  © dpa/Uwe Anspach

Das Landgericht Frankfurt hat dem Anhänger des Fußball-Bundesligisten am Mittwoch 7000 Euro Schmerzensgeld sowie Schadensersatz zugesprochen.

Damit wurde einer Klage gegen das Land Hessen stattgegeben.

Der umstrittene Polizeieinsatz hatte vor dem Europa-League-Spiel Eintracht Frankfurt gegen Schachtjor Donezk (4:1) am 21. Februar 2019 stattgefunden.

Ein Polizeibeamter hatte den Fan so unglücklich gestoßen, dass er stürzte und sich dabei einen Lendenwirbel brach.

Zuvor hatte es Auseinandersetzungen um ein von den Anhängern ausgelegtes Transparent gegeben, mit dem der hessische Innenminister Peter Beuth angegriffen worden war.

Laut Urteil ging von dem Fußballfan zum Zeitpunkt des Stoßes keine Gefahr mehr aus. "Weder drohte er, den Abtransport des Banners zu verhindern, noch Polizeibeamte anzugreifen", so das Gericht.

Der gegen das Land Hessen klagende Mann musste nach dem Vorfall sechs Tage im Krankenhaus behandelt werden und war danach sechs Wochen lang krankgeschrieben.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Das Land Hessen kann Berufung vor dem Oberlandesgericht Frankfurt einlegen.

Der Mann bekam von Landgericht Frankfurt 7000 Euro Schmerzensgeld sowie Schadenersatz zugesprochen (Archivbild).
Der Mann bekam von Landgericht Frankfurt 7000 Euro Schmerzensgeld sowie Schadenersatz zugesprochen (Archivbild).  © dpa/Frederik von Erichsen

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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