Stadt Frankfurt will Waldstadion nicht an Eintracht verkaufen

Der Vertrag zwischen Eintracht Frankfurt und der Stadt läuft 2020 aus.
Der Vertrag zwischen Eintracht Frankfurt und der Stadt läuft 2020 aus.  © DPA

Frankfurt - Die Stadt Frankfurt hat erneut Vorschläge zum möglichen Verkauf des Waldstadions an den Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt abgelehnt.

"Wir wollen das Stadion nicht verkaufen", sagte Sportdezernent Markus Frank der "Frankfurter Rundschau" am Donnerstag.

Der CDU-Politiker befürchtet, dass die Stadt bei einem Verkauf keinen Einfluss auf den Veranstaltungsmix im Stadtwald haben könnte. "Auch Helene Fischer oder verrückte Veranstaltungen wie die Monstertrucks sollen dort möglich sein", meinte Frank.

Eintracht Frankfurt als Hauptmieter des in Commerzbank-Arena umbenannten Stadions klagt seit Jahren über die zu hohe Miete von jährlich knapp zehn Millionen Euro. Daher hatte der Verein sich selbst als Eigentümer oder Betreiber ins Spiel gebracht.

Der Vertrag mit dem jetzigen Betreiber, dem Hamburger Sportrechtevermarkter Lagadère, läuft 2020 aus. Zum gleichen Zeitpunkt endet auch der Vertrag zwischen Stadt und Eintracht.

Für die Zukunft des Stadions spielt auch eine Rolle, ob Deutschland Ausrichter der Fußball-Europameisterschaft 2024 wird. Die Entscheidung fällt der europäische Verband UEFA im September 2018. Die WM-Arena von 2006 wäre auch für 2024 vorgesehen.

Um den Zuschlag der UEFA zu erhalten, ist vorgesehen, die Zuschauerkapazität im Waldstadion zu erhöhen. Für die Präsentation der Bewerbung im kommenden September sei eine temporäre Aufstockung geplant, berichtete die Zeitung.

Sollte Deutschland den Zuschlag für die EM erhalten, werde eine dauerhafte Erweiterung noch vor der EM favorisiert.


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