Nach Monster-Mine: Wie viele Bomben liegen noch im Boden?

Ein Feuerwerker vom Kampfmittelräumdienst sucht die Baustelle im Westend nach Blindgängern ab.
Ein Feuerwerker vom Kampfmittelräumdienst sucht die Baustelle im Westend nach Blindgängern ab.  © dpa/Arne Dedert, TAG24

Frankfurt - Die Entschärfung einer tonnenschweren Luftmine hielt am Sontag die ganze Stadt in Atem. Mehr als 60.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen (TAG24 berichtete). Wie viele Blindgänger liegen noch im Boden des Frankfurter Westends?

Diese Frage gilt es zu klären. Erst zwei Drittel des Baugrundstücks, auf dem die Luftmine gefunden wurden, sind mit dem Metalldetektor auf Bomben abgesucht worden, wie die Frankfurter Rundschau (FR) berichtet. Auf dem noch nicht sondierten Drittel wird nun fieberhaft nach weiteren Bomben im Untergrund geforscht.

Völlig ausgeschlossen kann ein weiterer Fund in gar keinem Fall werden. Luftminen wurde im Zweiten Weltkrieg oft über Städten abgeworfen, um durch ihre Druckwelle die Häuser abzudecken und die Gebäude so für Brandbomben leichter zugänglich zu machen.

Auch von nicht explodierten Brandbomben geht erhebliche Gefahr aus. Zuletzt wurde ein solcher Sprengkörper im Main zwischen Frankfurt und Offenbach entdeckt (TAG24 berichtete).

Es ist also durchaus möglich, dass der Kampfmittelräumdienst im Frankfurter Westend bald erneut eine Bombe entschärfen muss.

Titelfoto: dpa/Arne Dedert, TAG24


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