Expertin warnt: Fall Susanna "kein Einzelfall mehr"

Frankfurt - Die Vergewaltigung und Ermordung der 14-Jährigen Susanna schockierte ganz Deutschland.

Die Anteilnahme an dem Tode der 14-Jährigen ist groß.
Die Anteilnahme an dem Tode der 14-Jährigen ist groß.  © DPA

Aus Expertensicht muss sich die deutsche Gesellschaft nun Konzepte für den Umgang mit patriarchalisch geprägten und aggressiven Männern überlegen.

"Das ist jetzt kein Einzelfall mehr", sagte die Ethnologin und Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam an der Frankfurter Goethe-Universität, Susanne Schröter, mit Blick auf andere Fälle wie die Kölner Silvesternacht oder Kandel.

"Es ist eine neue Situation und die hat etwas mit den vielen jungen Männern aus patriarchalischen Strukturen und Kulturen zu tun."

Der Fall der getöteten Susanna aus Mainz hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Der irakische Flüchtling Ali B. (20) soll nach ersten Ermittlungsergebnissen die 14-Jährige vergewaltigt und umgebracht haben. Laut Medienberichten gestand der 20-Jährige, die Jugendliche im Streit getötet zu haben.

Es gebe in Deutschland sehr, sehr viele muslimisch geprägte junge Männer, die Frauen und Werte achten und selbst gegen patriarchalische Strukturen ankämpfen, so Schröder. "Aber sicherlich haben wir im Moment etwas, was ich als Kulturen-Clash bezeichnen würde."

Durch die Flüchtlingskrise seien viele Männer aus muslimisch geprägten Ländern nach Deutschland gekommen, deren Frauenbild ein völlig anderes sei.


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