Diese Entdeckungen machten Hessens Wissenschaftler 2017

Die weißen Hirsche im Reinhardswald gaben lange Zeit Rätsel auf.
Die weißen Hirsche im Reinhardswald gaben lange Zeit Rätsel auf.  © DPA

Frankfurt - Hessens Wissenschaftler waren dieses Jahr besonders fleißig. Nicht nur, wurden alte Rätsel gelöst, sondern auch neue Tierarten aufgespürt und überraschende Relikte entdeckt.

So haben beispielsweise Wissenschaftler des Frankfurter Senckenberg-Instituts für Naturforschung in Neuseeland einen Riesenpinguin entdeckt.

Genauer gesagt: Seine fossilien Überreste. "Kumimanu biceae" lebte vor etwa 59 Millionen Jahren, war gut 1,70 Meter groß und wog rund 100 Kilo. Sein Name ist der Maori-Sprache entlehnt: Kumi bedeutet Monster, manu Vogel.

Super winzig ist hingegen das Forschungsobjekt eines Teams der Technischen Universität Darmstadt: Dabei handelt es sich um eine neue Käferart aus Costa Rica, die es sich auf dem Hinterteil von Ameisen bequem macht!

Unterwegs in einer unruhigen Gegend waren Archäologen der Uni Frankfurt, und zwar bei Ausgrabungen im Nordirak. Die Region sei noch "extrem unerforscht", so Grabungsleiter Dirk Wicke. Zu den überraschenden Funden der Expedition gehören Überreste eines Webstuhls aus dem frühen 1. Jahrtausend nach Christus.

In Darmstadt wurde zwar nichts entdeckt, doch der Spatenstich für die internationale Teilchen-Beschleunigeranlage "Fair" ist ebenfalls erwähnenswert – handelt es sich hier schließlich um eines der weltweit größten Projekte der Physik-Grundlagenforschung. Wissenschaftler erhoffen sich von dieser Anlage, die Geheimnisse aus der Zeit nach dem Urknall lüften zu können und herauszufinden, wie sich das Universum entwickelt hat.

Auch das Geheimnis der vielen weißen Hirsche aus dem Reinhardswald wurde dieses Jahr endlich gelüftet: Wissenschaftler aus Gießen fanden heraus, dass ein spezielles Gen das Rotwild weiß macht. Damit sei ihr Bestand auch ohne Hilfe des Menschen gesichert, sagen die Forscher. Denn auch Hirsche mit normaler Fellfarbe könnten dort weißen Nachwuchs bekommen.

Bei all den Entdeckungen, sind wir jetzt schon gespannt, was uns 2018 erwarten wird.


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