Ärger für OB Feldmann in Sicht: Kassierte Ehefrau mehr Gehalt als ihr zustand?

Frankfurt am Main - Schweben etwa dunkle Wolken über dem Hause Feldmann? Aktuell steht jedoch nicht der Frankfurter Oberbürgermeister Peter (61), sondern viel eher dessen Gattin Zübeyde (32) im Kreuzfeuer der Kritik.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann zusammen mit seiner Frau Zübeyde.
Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann zusammen mit seiner Frau Zübeyde.  © dpa/Andreas Arnold

Wie der Hessische Rundfunk (HR) am Dienstag berichtet, wurde die damals 29-Jährige von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Jahr 2015 als Leiterin der ersten deutsch-türkischen Kindertagesstätte "Dostluk - Freundschaft" eingestellt. So weit, so gut, möchte man meinen. Doch der wahre Stein des Anstoßes folgt sogleich.

Denn interne Belege der AWO gaben auf genaue Untersuchung des HR hin preis, dass Zübeyde Feldmann bereits zwei Jahre nach Amtsantritt die höchstmögliche Gehaltsstufe erreicht hatte. Zum Vergleich: Im Normalfall werden durchschnittlich 17! Jahre benötigt, um in der Gehalts-Hierarchie soweit aufzusteigen.

Doch damit noch nicht genug: Denn die heute 32-Jährige erhielt im September 2017 oben drauf auch noch einen Dienstwagen gestellt - für eine derartige Anstellung absolut unüblich. Ob sie diesen noch immer besitzt, ist dem HR nicht bekannt.

Durch die höchste "Gehaltsstufe sechs" verdiente Feldmanns Gattin rund 1000 Euro Brutto mehr als üblich. Doch wie konnte es dazu kommen? Böse Stimmen munkeln nun, dass dies mit ihrem heutigen Ehemann, dem Frankfurter OB zusammenhängt, mit dem sie zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht verheiratet, jedoch bereits liiert war.

Feldmann mit neu geschaffener Stelle bei der AWO

Bevor er nämlich zum Chef im Römer aufstieg, hatte Feldmann eine Stabsstelle für Belegungsmanagement bei der zur AWO Frankfurt gehörenden Johanna-Kirchner-Stiftung inne. Laut Aussagen einer Ex-AWO-Angestellten gegenüber dem HR habe es diese Stelle zuvor jedoch nie gegeben.

"Man nannte diese Stelle Belegungsmanagement, obwohl dafür schon drei Mitarbeiter zuständig waren", so die ehemalige AWO-Mitarbeiterin weiter.

"Man kann vermuten, dass das nicht ganz sauber ist", sagte Rupert Graf Strachwitz vom Berliner Maecenata Institut dem HR. Dabei bezieht er sich auch auf vorangegangene Zahlungen der AWO an Zübeyde Feldmann, die vor ihrer Anstellung als Kita-Leitung finanzielle Leistungen von der AWO in Wiesbaden erhielt, die diese wiederum von der AWO in Frankfurt zurückerhielt.

Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich diese Affäre noch auf die Feldmanns auswirken wird. Für einiges Kopfschütteln sorgt sie bereits jetzt schon allemal.

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold

Mehr zum Thema Frankfurt Politik:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0