Rekord-Drogenfund in Frankfurt: Kokain als Babynahrung getarnt

Frankfurt - Dem Zoll am Frankfurter Flughafen ist ein Schlag gegen den internationalen Drogenschmuggel gelungen.

Das Kokain war in Milchpulver-Dosen verpackt.
Das Kokain war in Milchpulver-Dosen verpackt.  © Hauptzollamt Frankfurt am Main

Die drei Jahre alte belgische Schäferhündin Black vom Hauptzollamt Frankfurt am Main erschnüffelte bei einem Einsatz am Flughafen 38 Kilogramm Kokain in zwei Reisekoffern.

Die Drogen wurden bereits am 22. Februar bei der Kontrolle des Gepäcks eines Fluges aus Sao Paulo in Brasilien entdeckt, wie der Zoll Frankfurt am Freitag mitteilte.

Demnach war das Kokain in 28 Blechdosen mit Babynahrung versteckt. Die Dosen waren "augenscheinlich noch originalverpackt", wie ein Christine Straß vom Hauptzollamt Frankfurt sagte.

Ein Untersuchung nach dem Fund ergab Gewissheit: Statt Milchpulver war Kokain in den Dosen. Der Schwarzmarkwert des Rauschgifts beläuft sich laut Zoll auf circa 1,4 Millionen Euro. Der 50-jährige Drogenkurier wurde festgenommen.

"38 Kilogramm Kokain bei einem Aufgriff im Reiseverkehr kann man schon als Rekordmenge bezeichnen", ergänzte die Zoll-Sprecherin noch.

Die Koks-Hochburg von Deutschland

Das Rauschgift Kokain gilt im Raum Frankfurt als die meist konsumierte Droge. Im März 2018 ergab eine Studie, dass Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet als regelrechte Koks-Hochburg in Deutschland anzusehen sind.

Neben Kokain wird zudem die berüchtigte Droge Crack in der Mainmetropole in größerem Umfang konsumiert.

Titelfoto: Hauptzollamt Frankfurt am Main

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