Mann rast mit Auto auf Menschengruppe zu und ruft "Allahu Akbar"

Nîmes - Ein Autofahrer ist im südfranzösischen Nîmes auf eine Menschengruppe zugefahren und hat dabei zwei Personen leicht verletzt. Das Fahrzeug sei in der Nacht zum Freitag von einer Sicherheitsbarriere gestoppt worden, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP.

Dieses Bild kursiert auf Twitter und soll vom Tatort stammen.
Dieses Bild kursiert auf Twitter und soll vom Tatort stammen.  © Twitter/Screenshot/Bernard Monot

Zeugen hätten berichtet, dass der 32-Jährige in Richtung von rund 50 Gästen einer Bar gerast sei. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen soll der Mann laut Zeugenaussagen "Gott ist groß" auf Arabisch gerufen haben. Er sei der Polizei aber nicht als radikalisiert bekannt.

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Die für Terrorfälle zuständige Pariser Staatsanwaltschaft zog den Fall zunächst nicht an sich, wie es aus Justizkreisen hieß.

Sie stand aber in Kontakt mit den Ermittlern vor Ort. Staatsanwalt Eric Maurel sagte AFP zufolge, der Autofahrer sei bei seiner Festnahme in einem Zustand "relativer geistiger Verwirrung" gewesen und ins Krankenhaus gekommen.

Der Präfekt von Nîmes, Didier Lauga, hob nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Nachrichtenportals Franceinfo die Wirksamkeit der Barrieren hervor, die für ein Stierkampf-Volksfest an diesem Wochenende aufgestellt worden waren: "Ohne ihre Einrichtung hätte es wahrscheinlich viele Opfer gegeben", sagte er demnach dem Radiosender France Bleu.


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