Deutsches Opfer bei Anschlägen in Paris

Ein Mann steht am Sonntag vor dem Café Carillon in der Rue Alibert in Paris. Wo genau die deutsche Person umkam, ist noch nicht klar.
Ein Mann steht am Sonntag vor dem Café Carillon in der Rue Alibert in Paris. Wo genau die deutsche Person umkam, ist noch nicht klar.

Paris - Zwei Tage nach den fürchterlichen Terroranschlägen von Paris ist nun klar, dass auch eine deutsche Person unter den Opfern ist.

"Wir müssen leider bestätigen, dass unter den Todesopfern der Anschläge von Paris auch ein deutscher Staatsangehöriger ist", teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Sonntag in Berlin mit.

Aus dem Außenministerium hieß es weiter, der Krisenstab und die Botschaft Paris seien in engem Kontakt mit den französischen Behörden. Die Identifizierung der Opfer sei noch nicht vollständig abgeschlossen.

Es lägen auch noch keine vollständigen Angaben über die Identitäten der Verletzten vor.

Bei den Attentaten am Freitagabend waren 129 Menschen getötet und mehr als 350 verletzt worden.

UPDATE 17:00 Uhr: Bei dem Deutschen handelt es sich um einen 28-jährigen Mann aus München.

Der 28-Jährige habe seit längerem in der französischen Hauptstadt gelebt, teilte der fachliche Leiter des Kriseninterventionsteams München, Andreas Müller-Cyran, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mit. Noch ist unklar, ob es weitere deutsche Opfer gab. Bis zum Mittag waren 103 der 129 Getöteten identifiziert. Gut 350 Menschen wurden bei den Anschlägen verletzt.

Der gebürtige Münchner sei bei den blutigen Attacken am Freitagabend in einem Café getötet worden, sagte Müller-Cyran. Vier Angehörige des Mannes, die aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen stammen, seien derzeit auf dem Weg nach Paris. Ein Mitarbeiter des Münchner Kriseninterventionsteams begleite sie.

Das Münchner Kriseninterventionsteam wird vom Arbeiter-Samariter-Bund München und der Notfallseelsorge der Erzdiözese München betrieben und rückt nach eigenen Angaben rund 900-mal im Jahr aus. Die Mitarbeiter helfen Menschen in Ausnahmesituationen. Das Team aus München wurde 1994 gegründet und diente weltweit als Vorbild.

Foto: dpa/Marius Becker


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