Frankreichs neuer Präsident Macron: Seine erste Reise führt ihn zu Merkel

Sigmar Gabriel (l, SPD), Vizekanzler und Bundesaussenminister, begrüsst den neuen Präsidenten von Frankreich Emmanuel Macron am Flughafen Tegel in Berlin.
Sigmar Gabriel (l, SPD), Vizekanzler und Bundesaussenminister, begrüsst den neuen Präsidenten von Frankreich Emmanuel Macron am Flughafen Tegel in Berlin.  © DPA

Berlin – Zum Auftakt seines Kurzbesuchs in Berlin ist der neue französische Staatspräsident Emmanuel Macron vor dem Kanzleramt mit militärischen Ehren begrüßt worden. Kanzlerin Angela Merkel und der Präsident wollten danach zu einem Gespräch und einem gemeinsamen Abendessen zusammenkommen.

Bei dem Treffen dürften die Zukunft der Europäischen Union und neue Akzente für die deutsch-französischen Beziehungen im Mittelpunkt stehen. Vor dem Kanzleramt demonstrierten mehrere hundert Anhänger der Organisation "Pulse of Europe" mit Europafahnen. "Im Namen der Freundschaft" war auf Transparenten zu lesen.

Macron kam bereits einen Tag nach seiner Amtsübernahme nach Berlin. Merkel sagte unmittelbar vor dem Treffen, sie begegne ihm "offen und voller Sympathie" und wolle keinesfalls als "Besserwisser" auftreten. Stattdessen wolle sie "freundschaftlich, partnerschaftlich und in großem Respekt füreinander die Zusammenarbeit angehen."

Der sozialliberale Macron will Frankreichs Wirtschaft mit Reformen wieder in Schwung bringen. Der 39-Jährige hatte im Wahlkampf eine klar pro-europäische Linie gegen die rechtspopulistische EU-Gegnerin Marine Le Pen vertreten und strebt eine enge Partnerschaft mit Deutschland an.

Seine Ideen zur Reform der europäischen Währungsunion stoßen in Teilen der deutschen Politik aber auf Kritik.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (re.) und Frankreichs neuer Präsident Emmanuel Macron.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (re.) und Frankreichs neuer Präsident Emmanuel Macron.  © DPA
Vor dem Kanzleramt warteten viele Europabefürworter, um Macron willkommen zu heißen.
Vor dem Kanzleramt warteten viele Europabefürworter, um Macron willkommen zu heißen.  © DPA

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