Koma, Amputationen an Gesicht, Händen und Beinen: Frau geht nach Tier-Biss durch die Hölle!

Durban - Im Januar 2017 wurde die Südafrikanerin, Shaninlea Visser, im Garten von einem Mungo gebissen. Zwei Tage darauf brach sie zusammen - was dann folgte, klingt wie ein Albtraum und ist für die 36-Jährige bis heute eine schreckliche Tortur.

Eine Zebramanguste aus dem Dresdner Zoo. Ein ähnliches Tier biss Shaninlea in die Hand.
Eine Zebramanguste aus dem Dresdner Zoo. Ein ähnliches Tier biss Shaninlea in die Hand.  © Ralf Hirschberger dpa/lsn

Etwas über drei Jahre nach dem verheerenden Biss des Raubtiers ist nichts mehr, wie es war. Ganze elf Tage Koma, 66 Operationen und vier Amputationen später, ist die Welt für Shaninlea eine ganz andere.

Nachdem sich aufgrund des Bisses des Mungos eine Sepsis bildete und Shaninlea diese nicht von einem Arzt behandeln ließ, musste sie nicht nur um ihr Leben bangen, sondern sich auch mehrfach unters Messer legen.

"Ich wurde bei meinem ehemaligen Chef zu Hause zwischen Daumen und Zeigefinger gebissen. Ich dachte danach nicht mehr viel darüber nach, bis ich zwei Tage später zusammenbrach", so die Mutter gegenüber der "Sun".

Ihr Chef brachte sie damals direkt nach dem Zusammenbruch in ein Krankenhaus, "da ich unerträgliche Schmerzen in meinen Händen und Füßen hatte und es sich anfühlte, als ob sie in Flammen stehen würden", so die Frau weiter. Der Grund: Sowohl Leber als auch Nieren und andere wichtige Organe hatten bereits aufgehört zu funktionieren.

Nach den Notoperationen begannen die Ärzte im Februar 2017 dann ihr beide Beine unterhalb des Knies, sowie beide Arme unterhalb des Ellenbogens zu amputieren. Darüber hinaus auch ihre Nase und die Lippen.

In der Folge wurde dann mit der Wiederherstellung begonnen. Bei der Rekonstruktion musste sie insgesamt 66 Operationen über sich ergehen lassen, darunter auch eine Kiefer- und Lippenrekonstruktion. Letztere dauerte ganze 13 Stunden. So wurden die Lippen aus ihren Oberschenkeln "erbaut".

Sepsis veränderte das Leben von Shaninlea Visser komplett

Heute geht es der Mutter der kleine Kiara schon besser. Sie versucht ihr Leben so gut zu genießen, wie es nur geht.

"Ich möchte, dass die Menschen sich bewusst sind, was eine Sepsis verursachen kann - das Leben ist zu kurz, nehmt den Stier bei den Hörnern und greift zu", appelliert sie an all ihre Mitmenschen.

Der Übeltäter, ein Mungo, ist ein kleines Raubtier, das zur Familie der Mangusten gehört. Sie sind artverwandt mit Erdmännchen. Mungos sehen diesen mit ihrem schlanken Körper und den kurzen Gliedmaßen recht ähnlich, unterscheiden sich optisch jedoch insbesondere durch die Beschaffenheit des Fells und die Länge des Schwanzes.


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