Giftköder und Rasierklingen: Polizei schnappt Hundehasserin

Chemnitz - Am Mittwochabend sorgten ausgelegte Giftköder für einen Polizei- und Feuerwehreinsatz in Chemnitz.

Am Mittwochabend suchten Polizei und Feuerwehr nach ausgelegten Giftködern.
Am Mittwochabend suchten Polizei und Feuerwehr nach ausgelegten Giftködern.  © Harry Härtel/Haertelpress

Ein Anwohner der Augsburger Straße in Chemnitz hatte am Abend gegen 21 Uhr die Polizei verständigt, nachdem er auf einer Wiese an einem Wohnhaus für Hunde präpariertes Fleisch gefunden hatte.

"Beamte fuhren daraufhin vor Ort und fanden auf der besagten Wiese weitere Hackfleischbällchen, welche mit einer blauen Substanz und zum Teil mit kleinen, spitzen Gegenständen präpariert waren", teilte ein Sprecher der Polizei mit. Bei den spitzen Gegenständen handelt es sich vermutlich um Rasierklingen.

Da die Wiese ziemlich groß ist und es zu dem Zeitpunkt stockdunkel war, rückte die Feuerwehr zur Unterstützung an. Polizei und Feuerwehr konnten vier Hackbällchen und eine Vielzahl an ähnlich präparierten Schinkenstückchen vor dem Haus sicherstellen.

50-Jährige aus Chemnitz legte die Köder aus

Die Giftköder wurden sichergestellt. Eine 50-Jährige soll diese ausgelegt haben.
Die Giftköder wurden sichergestellt. Eine 50-Jährige soll diese ausgelegt haben.  © Harry Härtel/Haertelpress

Die Beamten stießen anschließend in Tatortnähe auf eine 50-Jährige, die als Tatverdächtige in Frage kam.

"Bei der Befragung der Frau räumte sie ein, die Köder ausgelegt zu haben. In ihrer Wohnung fanden die Einsatzkräfte unter anderem ein Behältnis, in dem die 50-Jährige blaues Rattengift aufbewahrt hatte", so die Polizei.

Die Köder wurden sichergestellt. Gegen die Frau wird wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Außerdem wird geprüft, ob die Frau noch weitere Köder ausgelegt hat.

Glücklicherweise ist bisher noch kein Hund bekannt, der in diesem Bereich der Augsburger Straße in der Vergangenheit einen mit Rasierklingen oder Gift versetzten Köder gefressen hatte.

Glücklicherweise hatte kein Hund die Köder gefressen.
Glücklicherweise hatte kein Hund die Köder gefressen.  © Harry Härtel/Haertelpress

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