Diese Sächsin benutzt Hornissen-Papier, um Puppen zu bauen

Wermsdorf - Sie ist eine wahre Puppenmutti! Mehr als tausend verschiedenste Puppen und Figuren hat Regina Herrmann (70) aus Wermsdorf in über 30 Jahren als Designerin erstellt. Jetzt bereitet sie eine kleine Ausstellung vor.

Die Künstlerin bei der Arbeit: Regina Herrmann (70) hat in ihrer Karriere mehr als 1 000 Puppen hergestellt.
Die Künstlerin bei der Arbeit: Regina Herrmann (70) hat in ihrer Karriere mehr als 1 000 Puppen hergestellt.  © Waltraud Grubitzsch

"Meist habe ich Puppen für Museen angefertigt, aber auch vieles in Eigenregie erstellt", erzählt die Künstlerin. Sie ist Diplom-Designerin, machte sich 1986 selbstständig als Puppen-Macherin. "Ich stelle Puppen, Figuren und Skulpturen in allen möglichen Formen und Größen her", sagt Herrmann.

Ihre Spezialität sind aber unter anderem lebensgroße Puppen. "Für ein solches Exemplar brauche ich schon, je nach Detailreichtum, eine Woche." Die Künstlerin ist vor allem experimentierfreudig und arbeitet auch gern mit ausgefallenen Materialien.

"Am liebsten arbeite ich Wespen- oder Hornissenpapier ein", erzählt Herrmann. "Aber auch ein Material namens 'Bark Colt', das besteht aus Baumrinde und kommt aus Uganda, verwende ich. Der Mix aus traditionellen Stoffen und Ungewöhnlichem macht den Reiz aus."

Einen Teil ihrer Arbeit zeigt die Puppenmacherin ab 1. Februar im Haus der Tausend Teiche in Malschwitz bei Bautzen.

Unter dem Titel "Auf den Spuren von Wassermann und Mittagsfrau" sind rund 40 ihrer Puppen zu bestaunen.

Ob klassisch oder ausgefallen, die Designerin findet überall passende Motive für neue Modelle.
Ob klassisch oder ausgefallen, die Designerin findet überall passende Motive für neue Modelle.  © Waltraud Grubitzsch

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