Schlimme Krankheit: Diese schöne Frau hat jeden Morgen eine Tortur vor sich

Birmingham - Sie wacht jeden Morgen mit Schmerzen auf und hat anschließend eine Tortur vor sich. Assya Shabir aus Birmingham leidet an einer seltenen Hautkrankheit, die sie jeden Tag aufs Neue vor eine Herausforderung stellt - und doch ist sie froh überhaupt am Leben zu sein.

Assya mit einem Foto aus dem Jahr 2019. Geschminkt und mit Perücke - eine irre Wandlung, die sie ihren Followern bei Twitter hier zeigt.
Assya mit einem Foto aus dem Jahr 2019. Geschminkt und mit Perücke - eine irre Wandlung, die sie ihren Followern bei Twitter hier zeigt.  © Screenshot/Twitter Assya Shabir

Die Eltern der heute 32-Jährigen wurden bei der Geburt von Assya damit konfrontiert, dass ihre Tochter an "Junctional Epidermolysis Bullosa" (JEB) leidet. Ein Hautkrankheit, bei der die Neugeborenen oftmals bereits die ersten 24 Stunden nicht überleben. Und selbst wenn dies gelingt, passiert es nicht selten, dass die Kinder nicht das fünfte Lebensjahr erreichen.

Doch bei Assya ist dies etwas anders. Sie hat es geschafft und lebt bis heute. Seit mittlerweile 32 Jahren kämpft sie entschieden gegen ihre Krankheit.

JEB bedeutet, dass die Haut immer und immer wieder Blasen bildet und die oberste Hautschicht sich ganz leicht löst und beispielsweise an Bett oder Klamotten kleben bleibt.

Besonders während der Nacht ist es schlimm, wenn sich die junge Frau unkontrolliert bewegt und ihre Verbände nicht unter Kontrolle hat.

Jeden morgen nimmt sie die Verbände schließlich ab, um sie zu wechseln. Dann kann sie aus dem Bett steigen - doch die Tortur beginnt dann erst.

"Je nachdem, wie schlecht meine Haut an diesem Tag ist, geht es mir manchmal gut. Manchmal dauert es aber nur eine Stunde und die Blasen flammen wieder auf", so Assya.

"Ich muss jeden Tag den Verband an meinen Füßen wechseln - manchmal zweimal am Tag, damit es bequemer ist". Mehrmals am Tag muss sie sich neu einbinden und zusehen, dass ihre Haut so wenig Probleme macht wie nur möglich.

Assya wagt einen Fallschirmsprung, um es allen zu zeigen

Die Frau hat so ziemlich jede Altersgrenze überschritten, die ihr die Ärzte jemals gegeben haben. "Irgendwann haben wir aufgehört zu zählen", so Assya. Seither lebt sie ihr Leben so gut es geht. "Ich habe meine Fahrprüfung bestanden. Viele Leute dachten, ich würde nie fahren, aber ich habe ihnen das Gegenteil bewiesen", freut sie sich über ihre Fahrerlaubnis, die sie bereits seit sieben Jahren hat.

Und trotz ihrer Krankheit, oder vielleicht sogar wegen ihr, ist sie bereit, sich ihren eigenen Ängsten zu stellen, um anderen zu helfen. So bezwang sie 2017 ihre Höhenangst und meldete sich freiwillig für einen Fallschirmsprung an, um damit eine Charity-Aktion zu unterstützen, die einem Kinderhospiz zu Gute gekommen ist.

"Es war die beste Erfahrung aller Zeiten, der Adrenalinschub und die Tatsache, dass jeder, der daran zweifelte, dass ich es nicht durchziehen würde, mich schließlich erst dazu drängte", so die Powerfrau gegenüber "Metro".

Ihr nächstes großes Ziel ist es, mehr zu reisen und von der Welt sehen zu können. Eben eine Powerfrau durch und durch.

Assyas Fallschirmsprung


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