Frau brutal umgebracht: Mann bekommt wegen seines Glaubens mildere Strafe

Der Angeklagte Rashid D. begrüßt seinen Verteidiger Klaus Kleemann im Landgericht Cottbus.
Der Angeklagte Rashid D. begrüßt seinen Verteidiger Klaus Kleemann im Landgericht Cottbus.  © DPA

Cottbus - Diese grausame Tat erschütterte ganz Senftenberg:

Der fünffache Familienvater Rashid D. soll nach einem Streit im November 2015 aus Eifersucht insgesamt 19 Mal auf seine Ehefrau eingestochen haben.

Danach habe er die 25-Jährige aus dem Badezimmer im ersten Obergeschoss gestoßen. Zeugen berichteten, wie Rashid D. heruntergerannt und dem Opfer die Kehle durchgeschnitten habe.

Im Prozess gegen den Angeklagten verkündete das Landgericht Cottbus nun das Urteil, wie die Lausitzer Rundschau berichtet. Der 32-Jährige muss für 13 Jahre in Haft.

Allerdings wurde der Tschetschene nicht wegen Mordes, sondern wegen Totschlages verurteilt. Wie Bild.de berichtet, soll das Urteil aufgrund seines Glaubens milder ausgefallen sein.

Laut der "Lautsitzer Rundschau" habe er zu einer Polizistin, die nach der grausamen Tat am Tatort war, gesagt, dass ein Mann das Recht hat, seine Frau zu töten, wenn sie fremdgehe. Das sei so im tschetschenischen Recht und stehe so auch im Koran.

Eine Tötung aus niedrigen Beweggründen landet im Normalfall als Mord-Vorwurf vor Gericht. Die Kammer hatte allerdings in diesem Fall Zweifel, ob der Angeklagte wegen seines Glaubens die Beweggründe als niedrig erkannt hat.

Laut Medienberichten leben die fünf Kinder mittlerweile bei Verwandten in ihrer Heimat. Rashid D. hat versucht, sich mehrfach das Leben zu nehmen.


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