Frau wird von Freund jahrelang vergewaltigt: Acht Jahre später macht sie nun das!

Newcastle - Gemma Redhead wurde während ihrer achtjährigen Beziehung von ihrem damaligen Freund Philip Kirby mehrfach misshandelt und vergewaltigt. 2011 wurde er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, heute kämpft Gemma nicht mehr nur gegen ihre eigene Vergangenheit.

Gemma Redhead ging lange Jahre durch die Hölle, bis sie ihren Freund letztlich anzeigte.
Gemma Redhead ging lange Jahre durch die Hölle, bis sie ihren Freund letztlich anzeigte.  © 123rf, Artit Oubkaew

Sie ging jahrelang durch die Hölle und konnte sich letztlich aus ihrem Albtraum befreien. Die heute 38-Jährige ist der festen Überzeugung, dass das britische Justizsystem gänzlich neu ausgerichtet und überarbeitet werden müsse.

Aus diesem Grund hat sie beschlossen, die "Opferrolle" nicht mehr ihr Leben bestimmen zu lassen.

Sie entschied sich, Verantwortung für sich und viele andere Betroffene zu übernehmen und beschloss, nicht länger zuzusehen und zu warten, bis sich etwas an der Rechtslage ändert: Gemma will Juristin werden!

Der Anblick ihres Peinigers im Gefängnis hat sie "stärker gemacht", sagt sie und "den Heilungsprozess" ihrer inneren Wunden beschleunigt, wie sie "Chronicle Live" berichtete.

"Es tut mir von Herzen leid für Opfer, die keine Gerechtigkeit bekommen. Das Justizsystem tut nicht das, was es tun soll."

Kirby soll sie unter anderem mit einem Messer zum Sex gezwungen haben.

Der Kampf gegen die Scham sei ein besonders schwieriger, so die Frau: "Es ist sehr schwierig, aber es lohnt sich." Wenn man dann sieht, dass der Peiniger hinter Gittern landet, habe man anschließend "das Gefühl, einen Teil seiner Kontrolle zurückzubekommen."

Wie der "Mirror" berichtet, ist Gemma mittlerweile im zweiten Jahr ihres Studiums der Rechtswissenschaften und gibt sich ebenso selbstbewusst wie zielgerichtet: "Ich denke, da sind einige Punkte, an denen man ansetzen und die man verändern sollte und ich möchte jetzt definitiv in diesem Bereich arbeiten."

Ihrer Meinung nach lassen es rechtliche Schranken nur schwer zu, Misshandlungen und Vergewaltigungen strafrechtlich zu verfolgen, weswegen sich viele Opfer erst gar nicht trauen, zur Polizei zu gehen. Viele Straftäter kommen dadurch zu schnell und zu einfach davon.

Aus diesem Grund will sie nach Abschluss ihres Studiums unermüdlich darum kämpfen, dass es einfacher wird, Täter zur Strecke zu bringen und den Opfern zumindest das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine sind und ihre Peiniger entsprechend ihres Handelns bestraft werden.

Aktuell gibt es in Großbritannien sogar einen Rückgang der Verurteilungen für Vergewaltiger, während die Zahlen angezeigter Misshandlungen steigt.

Mehr zum Thema Missbrauch:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0