Frau bekommt nach 50 Jahren diese Nachricht von ihrem Vater

Viel ist auf der Nachricht nicht mehr zu erkennen. 50 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. 
Viel ist auf der Nachricht nicht mehr zu erkennen. 50 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen.  © DPA

New York - Die Flaschenpost eines Motelbesitzers an der Atlantikküste der USA hat es nach fünf Jahrzehnten zurück zu dessen Familie geschafft. "Wir können es noch immer nicht fassen", sagte Paula Pierce der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. 

Die mit Bleistift geschriebene und teils unleserliche Nachricht steht inzwischen gerahmt auf ihrem Kaminsims.

Pierces Vater, der Motelbesitzer Paul Tsiatsios, hatte sich Ende der 1960er Jahre einen Spaß erlaubt. Er warf eine leere Colaflasche mit der Notiz in das Meer vor seiner Haustür in Hampton (New Hampshire). 

Darin versprach er dem Finder einen Lohn von 150 US-Dollar, wenn jener die Nachricht ins Motel "Beachcomber" in Hampton zurückbringen würde.

Paula Pierce (re.) erhält von Clint Buffington in ihrem Haus in Hampton (New Hampshire) die Flaschenpost ihres Vaters. 
Paula Pierce (re.) erhält von Clint Buffington in ihrem Haus in Hampton (New Hampshire) die Flaschenpost ihres Vaters.  © DPA

Was Tsiatsios nicht bedachte, war der Zeitfaktor. Er und seine Frau Tina sind lange tot. Ihre Tochter Paula führte das «Beachcomber»-Motel zwar Jahrzehnte weiter, musste es inzwischen aber auch verkaufen.

Dennoch gelang es dem Collegeprofessor Clint Buffington (31) in Utah, die Familie ausfindig zu machen.

Er war am Strand einer der Turks- und Caicosinseln, gut 150 Kilometer südöstlich der Bahamas und 2500 Kilometer von der Einwurfstelle entfernt, über die alte, mittlerweile im Sand verbuddelte Colaflasche gestolpert.

Buffington nahm den Fund im Reisegepäck mit nach Salt Lake City und machte sich im Internet auf die Suche nach dem Motel.

Es vergingen weitere fünf Jahre, bis er Paula Pierce das vergilbte Schriftstück des toten Vaters jetzt persönlich übergeben konnte.

Und die Tochter bestand darauf, wie sie der dpa sagte, Buffington den vor gut 50 Jahren versprochenen Finderlohn von 150 Dollar auch wirklich zu zahlen.


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