Frau gibt sich als Typ aus und verführt reihenweise Mädchen

Enfield (Großbritannien) - Eine britische Frau gab sich mehrmals als Mann aus, um andere Frauen rumzukriegen.

Gemma Watts gab sich als Junge aus.
Gemma Watts gab sich als Junge aus.  © West Midlands Transport

Dieser Fall ist sehr speziell und am gestrigen Freitag vor einem britischen Gericht verhandelt worden.

Die 21-jährige Gemma Watts gab sich mehrmals als 16-jähriger Mann aus, der den Namen Jake Waton trug. Sie legte in den sozialen Netzwerken Facebook und Snapchat einige Profile an und schrieb dann mit anderen jungen Frauen.

Um an ihre Ziele zu kommen und als Junge wahrgenommen zu werden, band sie sich die langen Haare zusammen, setzte eine Baseball-Kappe auf und trug Jogginganzüge, berichtete der britische Nachrichtensender BBC.

Bis zu 50 Mädels soll die Frau auf diese Art und Weise verführt haben, vermutet die Polizei. Jedoch gestand sie nur einen Bruchteil solcher Taten gegenüber den Ermittlern vom Scotland Yard.

Sie soll Chat-Nachrichten in Jugendsprache verfasst, die Damen umschmeichelt und auch Nacktfotos gesendet haben.

Dabei stellte sich die 21-Jährige so professionell an, dass sie sogar Zeit mit den Eltern einiger ihrer Opfer verbringen konnte, ohne aufzufliegen.

Die Mädchen liebten den Jungen

So sah "Jake Waton" aus.
So sah "Jake Waton" aus.  © West Midlands Transport

Als die Ermittler mit den Opfern von Watts sprachen, sagten alle aus, nichts bemerkt zu haben. Eine sprach sogar davon, dass ihr "Herz explodierte". Zwei andere hegten zu weilen Selbstmordgedanken aufgrund der schlimmen Erfahrung.

Vor Gericht sagten nun einige junge Frauen aus.

Eine will von Watts mehrfach angefasst worden sein. Eine andere dachte sogar, sie hätte einmal aus Versehen den Penis von Jake Waton berührt. Jedoch soll das "wohl eine Reihe von Socken gewesen sein, die eng zusammengerollt war", berichteten Ermittler.

Gemma Watts gestand am Freitag am Winchester Crown Court verschiedene Taten: So soll sie mindestens einmal ein Mädchen penetriert haben, mit drei jungen Frauen den Sex vorbereitet haben und auch einen sexuellen Übergriff vollzogen haben.

Dafür fuhr Watts oft durch ganz England. Aber auch ihre Opfer fuhren hin und wieder zu ihrem angeblichen Beziehungspartner Jake Waton nach Hause.

Für all diese Taten muss Gemma Watts nun für acht Jahre hinter Gitter, urteilte Richterin Susan Evans. Auch im Sexualstraftäter-Register wird sie lebenslang stehen.

Die Richterin ging von vorsätzlicher Täuschung mit sexuellen Absichten aus: "Das junge Alter der Opfer, wie Sie eindeutig wussten, machte sie naiver und es wahrscheinlicher, dass Sie mit Ihrer Täuschung davonkommen", fasste Evans zusammen.

Chef-Ermittler Nicholas Plummer warnte vor Gericht: "Dies ist ein wirklich schockierender Fall. Er erinnert uns daran, wie viel Zeit ein Täter für die Ausbeutung von Kindern aufwenden wird. Eltern und Betreuer sollten das Vertrauen haben, mit ihren Kindern über ihre Online-Aktivitäten zu sprechen."

An diesem Gericht, dem Winchester Crown Court, wurde der Fall verhandelt.
An diesem Gericht, dem Winchester Crown Court, wurde der Fall verhandelt.  © Chris Talbot/Winchester County Court (CC BY-SA 2.0

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