Sex-Fotos heimlich auf Pornoseiten gestellt: Perverser täuscht seine Freundin monatelang

Birmingham - Im Oktober 2019 wurde der Ex-Freund von Sharon Thomson, Darren Rowe, zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der Grund ist mindestens genauso ekelerregend wie unbegreiflich. Nun spricht Sharon das erste Mal öffentlich über den Perversen, mit dem sie sogar eine gemeinsame Tochter hat.

Darren Rowe täuschte sein Partnerin auf übelste und perverseste Art und Weise.
Darren Rowe täuschte sein Partnerin auf übelste und perverseste Art und Weise.  © Screenshot/West Midlands Police

Alles begann im August 2015. Die damals Alleinerziehende von drei Kindern war nach langer Zeit wieder bereit dafür, einen Mann kennenzulernen. Und wie es das Leben so will, traf sie sich schon bald mit einem ehemaligen Schulkameraden ihres Bruders.

Vorher kannte sie den Bauunternehmer nur flüchtig, bis sie dieser letztlich irgendwann über Facebook anschrieb und um ein Date bat.

Schon kurz darauf merkten beide, was sie füreinander fühlten und wurden ein Paar. Im Dezember 2015 stellte Sharon Darren ihren Kindern vor, wenig später zog dieser gar in das Haus der heute 40-Jährigen. Als sie im Spätsommer des Folgejahres sogar von ihm schwanger wurde, war das Glück perfekt - zunächst.

Im achten Schwangerschaftsmonat tauchte urplötzlich ein wildfremder Mann an der Haustüre auf und klingelte. Als die Hochschwangere die Tür öffnete, rannte dieser jedoch schnell wieder weg.

Sharon hatte danach zwar ein mulmiges Gefühl, jedoch dachte sie sich nichts dabei. Kurz nachdem sie entbunden hatte, häuften sich derartige Vorfälle jedoch massiv. Innerhalb kürzester Zeit waren über ein Dutzend Männer vor der Tür der Familie gestanden. Jedes Mal flohen diese jedoch, nachdem Sharon die Tür öffnete.

Verängstigt sprach sie irgendwann einen Mann an und flehte, dass er ihr sagen würde, warum er gekommen sei. Was Sharon dann zu Hören bekam, ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren.

"Der Mann sagte, er sei gekommen, um mit mir Sex zu haben, weil ich ihm meinen Namen und meine Adresse auf einer Sex-Website gegeben hätte", so Sharon gegenüber "Daily Mirror". "Ich hatte keine Ahnung, wovon er sprach. Ich rief schnell die Polizei und sie sagten mir, ich solle meine Türen abschließen, und sie würden Untersuchungen einleiten."

Doch in den kommenden Wochen nahm der männliche Besuch und somit auch die Angst der Vierfachmutter immer mehr zu. "Ich war hysterisch, aber Darren tat sein Bestes, um mich zu trösten", schildert sie die Situation. Zu diesem Zeitpunkt wusste sie jedoch nicht, dass ebendieser hinter den ganzen Vorfällen steckte.

Hunderte von Menschen schrieben Sharon unter anderem auch via Facebook, wollten von ihr "mehr schmutzige Fotos" sehen. Für die Frau ein Albtraum und der blanke Horror.

Sharon fassungslos über geringes Strafmaß für Darren

Erst im November 2017 konnten die Beamten Licht ins Dunkel bringen. "Ein Polizist starrte Darren an und sagte: 'Das waren Sie die ganze Zeit'. Ich sah ihn an und er schwieg. Mein Herz blieb beinahe stehen und ich brach hysterisch und weinend zu Boden", so Sharon.

Die Catering-Assistentin "dachte, ich wäre in einer liebevollen Beziehung, aber in Wirklichkeit habe ich mit einem Perversen zusammengelebt". Viel schlimmer jedoch: Sie hat bis heute keine Antwort auf die Frage nach dem "Warum". Sie weiß nur eines: "Darren ist ein perverser Sexualstraftäter, der hinter Gittern sein sollte."

Der 49-Jährige hat im und um das Haus, sowie im Auto zahlreiche Kameras installiert, Sharon in den intimsten Momenten fotografiert und die Bilder dann über verschiedene Chatportale und Pornoseiten sowie über SnapChat und WhatsApp an zahlreiche Männer geschickt und in Sharons Namen mit diesen gechattet und Sextreffen arrangiert.

Die Polizei konnte letztlich irgendwann die IP-Adresse von Darren ausfindig machen und kam ihm so auf die Schliche.

Für Sharon bis heute unbegreiflich, dass Rowe nur eine Bewährungsstrafe bekam: "Ich war entsetzt, als ich hörte, dass er nicht ins Gefängnis gehen würde."

Am Schlimmsten an der ganzen Sache: Sharon muss ihrer Tochter irgendwann die Wahrheit über ihren perversen Vater sagen. "Meine arme Tochter wird eines Tages erfahren müssen, was ihr Vater getan hat."


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