Frau mit Hammer erschlagen: Prozessauftakt gegen Ex-Freund

Im Landgericht Erfurt steht der mutmaßliche Hammermörder vor Gericht.
Im Landgericht Erfurt steht der mutmaßliche Hammermörder vor Gericht.

Neun Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 29-Jährigen in Weimar kommt ihr ehemaliger Lebensgefährte am Mittwoch in Erfurt vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 50-Jährigen unter anderem Totschlag vor.

Er soll der Frau im vergangenen August während eines Streits mehrfach mit einem Hammer auf den Hinterkopf geschlagen haben.

Hintergrund der Attacke soll das Meerschweinchen der Tochter gewesen sein, das diese tot in einem Waschbecken in der Wohnung gefunden hatte.

Das Paar war bereits seit zwei Monaten getrennt, als es zu einem lautstarken Streit kam. Nachbarn hatten Hilfeschreie gehört und die Polizei alarmiert.

Die Beamten begeneten im Treppenhaus dem mutmaßlichen Täter mit blutverschmierter Kleidung und hielten ihn fest. In der Wohnung fanden sie die leblose Frau. Der Hammer lag neben ihr.

Grund für die Trennung waren laut Anklage sexuelle Übergriffe des 50-Jährigen auf die Tochter der 29-Jährigen. Der Angeklagte habe demnach das damals acht Jahre alte Mädchen unter anderem aufgefordert, an seinem Penis zu manipulieren, heißt es.

Als die Mutter vom sexuellen Missbrauch erfuhr, habe sie noch am selben Tag die Beziehung beendet, so ein Gerichtssprecher.

Foto: dpa


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