Um ihre Ehe zu retten! Sächsin täuscht zwei Vergewaltigungen vor

Um ihre Ehe zu retten, erfand Jacqueline S. (29) zwei Sex-Übergriffe.
Um ihre Ehe zu retten, erfand Jacqueline S. (29) zwei Sex-Übergriffe.  © Holm Helis

Dresden - Um ihre Ehe zu retten, bezichtigte Jacqueline S. zwei Bekannte, sie zum Sex gezwungen zu haben. Stattdessen hatte die 29-Jährige freiwillig Sex mit den Männern. Am Freitag stand die Dresdnerin wegen falscher Verdächtigung vor Gericht.

Es klingt wie aus einem ganz schlechten Film: Freiwillig schlief die Frau mit einem Bekannten in dessen Wohnung. Einen anderen Freund befriedigte die Mutter eines Kleinkindes im Parkhaus des Seidnitz-Centers oral.

Vom schlechten Gewissen geplagt, gestand die 29-Jährige die Fehltritte ihrem Ehemann. Als dieser nachfragte, ob der Sex freiwillig oder seine Frau vergewaltigt worden war, stieg Jacqueline auf die Lüge ein.

Um ihre Ehe zu retten, erstattete S. Anzeige bei der Polizei. Gegen beide Männer wurde ermittelt. Weil die Mühlen der Justiz in diesem Fall besonders langsam mahlten, blieb beiden zumindest die Peinlichkeit einer Vernehmung erspart.

Über Monate hielt die Frau ihre Beschuldigung aufrecht - bis ihr in der Kirche die Erleuchtung kam: "Mir wurde schlagartig klar, das Lügen falsch ist", so die 29-Jährige vor Gericht. Wenig später erschien sie erneut bei der Polizei und revidierte ihre Anzeige.

Ihr Mann hat die Seitensprünge inzwischen verziehen und auch der Richter ließ Gnade walten: 600 Euro Strafe für die nicht vorbestrafte junge Mutter.





Auch der angebliche Sex-Übergriff im Seidnitz Center war erfunden.
Auch der angebliche Sex-Übergriff im Seidnitz Center war erfunden.  © Holm Helis




Tatort Parkhaus: Dort soll der erzwungene Sex stattgefunden haben. In 
Wirklichkeit war das erotische Stelldichein freiwillig.
Tatort Parkhaus: Dort soll der erzwungene Sex stattgefunden haben. In Wirklichkeit war das erotische Stelldichein freiwillig.  © Holm Helis

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