Frau im Schlaf erstickt: Das mögliche Motiv ist unglaublich!

Lübeck - Die Lübecker Staatsanwaltschaft hat Mordanklage gegen einen Mann aus Wulfsdorf im Kreis Ostholstein erhoben, der seine Frau im Schlaf erstickt haben soll.

Die Leiche der 41-Jährigen wurde auf dem Grundstück der Familie gefunden.
Die Leiche der 41-Jährigen wurde auf dem Grundstück der Familie gefunden.  © DPA

Die Ermittler gingen davon aus, dass er die Frau tötete, um mit seiner Geliebten zusammen leben zu können, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ulla Hingst, am Mittwoch. Sie war bereits kurz nach dem Verschwinden der Ehefrau in das Haus in Scharbeutz eingezogen.

Der Angeklagte, der seit dem 6. Januar 2018 in Untersuchungshaft sitzt, bestreitet nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Tat.

Kollegen hatten am 29. Dezember vergangenen Jahres Vermisstenanzeige erstattet, nachdem die 41-Jährige nicht an ihrer Arbeitsstelle in einem Hotel im Ostseebad Scharbeutz erschienen war. "Wir gehen davon aus, dass der Ehemann seine Frau bereits am 26. oder 27. Dezember getötet hat", sagte Hingst. In seinen Vernehmungen behauptete er dagegen, seine Frau sei zum Arbeiten in die Schweiz gefahren.

Mit dieser Version soll er nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch seiner Geliebten das plötzliche Verschwinden der Ehefrau erklärt haben. Die Geliebte hatte nach Aussagen von Dorfbewohnern bereits über Weihnachten in dem Einfamilienhaus der Familie gewohnt. "Nach unseren Erkenntnissen hat sie aber von der Tat nichts gewusst", sagte Hingst.

Die Leiche der 41 Jahre alten Frau war Mitte Januar auf dem Grundstück der Familie gefunden worden. Der gemeinsame Sohn des Paares wird derzeit von Verwandten betreut.

Der Prozess gegen den Ehemann vor einer Schwurgerichtskammer des Lübecker Landgerichts soll im Sommer beginnen.

Freunde und Bekannte haben Blumen am Haus der getöteten Frau niedergelegt.
Freunde und Bekannte haben Blumen am Haus der getöteten Frau niedergelegt.  © DPA