Polizei hat im Fall der gefesselten Studentin im Straßengraben eine neue Spur

Lübeck - Im Fall der am Wochenende gefesselt und geknebelt gefundenen Studentin gibt es eine neue Spur.

Ein Auto fährt bei Mönkhagen an einem A20-Schild vorbei. In der Nähe der Autobahn wurde die Frau gefunden. (Archivbild)
Ein Auto fährt bei Mönkhagen an einem A20-Schild vorbei. In der Nähe der Autobahn wurde die Frau gefunden. (Archivbild)  © dpa/Carsten Rehder

Die Ermittler gehen nach einer weiteren Befragung der 20-Jährigen davon aus, dass die Täter ein größeres Transportfahrzeug mit einem geschlossenen Kastensystem benutzt haben, wie die Lübecker Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

Sie halten es demnach für möglich, dass die Täter bereits vor der Tat den Ort ausgekundschaftet haben könnten, an dem die Frau später gefesselt und geknebelt zurückgelassen wurde.

Es könne daher sein, dass der Transporter bereits vorher jemandem in der Feldmark bei Mönkhagen (Kreis Stormarn) aufgefallen ist.

Aus diesem Grund erhoffen sich die Ermittler Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Studentin war am Samstagmorgen zufällig auf einem einsamen Feldweg gefunden worden, als ein Autofahrer eine Pinkelpause gemacht hat.

Reiner Zufall. Vermutlich wäre die Frau sonst gestorben.

Polizei bittet Zeugen um Hinweise

Die Karte zeigt den Fundort der gefesselten Frau zwischen Mönkhagen und Eckhorst.
Die Karte zeigt den Fundort der gefesselten Frau zwischen Mönkhagen und Eckhorst.  © Polizeidirektion Lübeck

Daran, wie sie dort hingekommen war, konnte sie sich nach Polizeiangaben nicht erinnern. Sie hatte am Freitagabend eine Party in einem Lübecker Veranstaltungszentrum besucht.

Die Ermittler werten nach Angaben der Staatsanwaltschaft derzeit das Videomaterial der Veranstaltung aus.

Eine toxikologische Untersuchung soll außerdem Aufschluss darüber geben, ob die Frau möglicherweise mit sogenannten K.o.-Tropfen betäubt wurde. Mit einem Ergebnis ist den Angaben zufolge erst in der nächsten Woche zu rechnen.

Wem im Zeitraum vor dem 12. Oktober in der Feldmark an der Segeberger Landstraße bei Mönkhagen ein größeres, geschlossenes Transportfahrzeug aufgefallen ist, wird gebeten, sich unter 04511310 beim Kommissariat 11/ "EG Werft" der Kriminalpolizei Lübeck zu melden.

Titelfoto: dpa/Carsten Rehder

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