Studentin denkt, sie bekommt Grippe: Im Krankenhaus erhält sie dann die Schock-Diagnose

New York - Nur einen Monat nach dem Beginn des ersten Semesters an der Cornell University bekam Marlee Pincus (18) einen ungewohnt starken Husten. Die damals 17-Jährige dachte zunächst, dass eine fette Erkältung im Anmarsch war.

Marlee bekam die Diagnose Leukämie vergangenes Jahr.
Marlee bekam die Diagnose Leukämie vergangenes Jahr.  © Screenshot/Facebook/Marlee Kickin Leuks Butt

Als sich ihre Symptome jedoch drastisch verschlimmerten, zudem Fieber und Schüttelfrost auftraten, beschloss die Studentin doch lieber in die Notaufnahme zu fahren. Dort machten Ärzte mit ihr einige Tests, um Schlimmeres auszuschließen.

Doch dieser Tag sollte das ganze Leben von Marlee Pincus für immer verändern. Wie die Tageszeitung "The Cornell Daily Sun" berichtet, wurde noch am selben Tag bei der Studentin Leukämie diagnostiziert.

Die junge Frau hatte gerade erst angefangen zu studieren und erfuhr von heute auf morgen, dass sie ihr Studium und ihre Karriere vorerst auf Eis legen müsse, damit sie zwei Jahre lang eine intensive Chemotherapie machen könne.

Ein großer Schock für die US-Amerikanerin. Festgestellt wurde die schreckliche Diagnose vergangenes Jahr im September. "Meine Mutter bemerkte, dass ich extrem blass war und sagte mir, dass ich unbedingt ins Krankenhaus fahren sollte", erinnert sich Marlee. "Dort nahmen sie mir Blut ab und führten Tests durch. Später erhielt ich dann den Anruf vom Labor."

Besonders besorgniserregend war, dass die Studentin einen niedrigen Hämoglobinspiegel sowie eine hohe Anzahl von Leukozyten im Körper besaß.

Die Studentin muss regelmäßig zur Chemotherapie.
Die Studentin muss regelmäßig zur Chemotherapie.  © Screenshot/Facebook/Marlee Kickin Leuks Butt

Marlee wurde nach der Diagnose in eine Klinik in New Jersey gebracht. Dort stellten Spezialisten fest, dass die 18-Jährige an einer mit T-Zellen akuten lymphatischen Leukämie erkrankt war. Das bedeutet, dass das Knochenmark zu viele unreife weiße Blutkörperchen, also Lymphozyten, bildet. Diese verdrängen normale weiße Blutkörperchen - dem Körper fällt es extrem schwer, Infektionen abzuwehren.

Sind Personen an akuter Leukämie erkrankt, brauchen sie in der Regel eine sofortige und intensive Behandlung in Form von Chemotherapien und einer Knochenmarktransplantation.

Die akute lymphatische Leukämie (kurz ALL) ist jedoch laut der "Cornell Daily Sun" eine seltene Krebsart.

"Zu hören, dass man Krebs hat, ist eines der gruseligsten Gefühle. Der erste Gedanke war: 'Werde ich sterben?' schrieb die Studentin auf ihrer Facebook-Seite "Marlee Kickin' Leuk's Butt".

Trotz allen Übels besteht Hoffnung für die 18-Jährige. Wie sie auf Facebook schrieb, erzählten ihr die Ärzte, dass Personen, die an dieser seltenen Krebsart erkrankt sind, zu 90 Prozent geheilt werden können. Zu ihrem Geburtstag im Oktober 2018 beschloss Marlee Spenden für die Leukemia and Lymphoma Society zu sammeln.

Eigentlich wollte die Teenagerin mindestens 1800 Dollar zusammenbekommen. Letztlich sammelte sie mehr als 20.000 US-Dollar.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Marlee Kickin Leuks Butt


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