Junge Frau treibt tot im Kanal: 27-Jähriger festgenommen

Rostock/Wustermark - Nach dem schrecklichen Fund einer Frauenleiche im Havelkanal bei Wustermark (Brandenburg), soll nun eine Obduktion die Todesursache der jungen Frau bestimmen.

Der 27-Jährige befindet sich in Polizeigewahrsahm, dabei ist die Identität der Toten noch unklar.
Der 27-Jährige befindet sich in Polizeigewahrsahm, dabei ist die Identität der Toten noch unklar.  © DPA

"Wir hoffen, dass wir dazu in Kürze auch die Identität der Toten klären können", sagte am Mittwoch ein Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft, die das Verfahren leitet.

Bisher vermuten Ermittler einen Zusammenhang mit einem Vermisstenfall aus Linstow (Landkreis Rostock). Am 25. August war eine 29-jährige Polin, die in Linstow arbeitete, verschwunden. Ihr letzter Begleiter - ein 27 Jahre alter Mann aus Polen - wurde inzwischen in den Niederlanden in Gewahrsam genommen.

"Wir betrachten das bisher als Vermisstenfall", sagte der Sprecher. Ein Bootsführer hatte die Tote vollständig bekleidet in dem zu Wustermark gehörenden Ortsteil Buchow-Karpzow entdeckt. Laut Polizei gab es keine Hinweise auf eine Einwirkung Dritter.

Da die Tote mehrere Tage im Wasser lag, war eine schnelle Identifizierung nicht möglich. Einen passenden Vermisstenfall aus Brandenburg gebe es aber nicht.

Von der Identifizierung und dem Obduktionsergebnis hänge ab, wie man weiter mit dem 27-Jährigen verfährt, hieß es.

Die Polizei hatte in dem Zusammenhang am Dienstag mehrere Orte und Immobilien in Mecklenburg-Vorpommern untersucht, unter anderem bei Malchow unweit der Autobahn 19, an denen sich die Frau und der 27-Jährige aufgehalten haben sollen.

Titelfoto: DPA


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