Frau wacht morgens auf und kann ihren Mund nicht öffnen!

Die 29-jährige Tamara Minge hat in den letzten Jahren eine regelrechte Tortur hinter sich gebracht.
Die 29-jährige Tamara Minge hat in den letzten Jahren eine regelrechte Tortur hinter sich gebracht.

Mount Gambier - Diesen Tag wird Tamara Minge wohl nie in ihrem Leben vergessen! Es war ein ganz normaler Morgen vor etwa vier Jahren, der für die 29-jährige Australierin zum echten Alptraum werden sollte: Plötzlich konnte die junge Frau ihren Mund nicht mehr öffnen.

Seit Tamara ein kleines Kind war, hatte sie immer wieder ein seltsames Klicken in ihrem Kiefer. Da dieses aber nicht schmerzte, ging sie nie zum Arzt. Ein Fehler, wie sie an diesem Morgen feststellen musste.

"Ich wollte meinen Mund öffnen, aber er ging gerade so weit auf, dass ein Finger zwischen meine Lippen passte. Physisch und vom Schmerz her, ich konnte meinen Mund einfach nicht weiter öffnen", erinnert sie sich gegenüber Mamamia.

Sie ging sofort zum Zahnarzt. Dieser vermutete, dass sich eine Scheibe in ihrem Kiefer verschoben hatte und schickte sie zu einem Spezialisten für Gesichtschirurgie.

Um zu diesem zu gelangen, musste die alleinerziehende Mutter einer heute siebenjährigen Tochter 425 Kilometer bis nach Melbourne fahren. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Sie würde diese Strecke in den kommenden fünf Jahren noch Dutzende Male fahren müssen.

Mittlerweile kann die Australierin zwar wieder lachen, dennoch hat sie täglich mit Schmerzen zu kämpfen.
Mittlerweile kann die Australierin zwar wieder lachen, dennoch hat sie täglich mit Schmerzen zu kämpfen.

Zuerst versuchten die Spezialisten, den Kiefer der jungen Frau wieder in seine normale Position zu rücken. Doch das machte alles nur noch schlimmer.

Erst ein Scan zeigte den wahren Grund für Tamaras Leiden: Sie hatte eine Osteoarthritis in beiden Kiefergelenken. Die Knorpel, die sich zwischen den Gelenken befinden sollten, haben sich also immer mehr abgebaut. So kam es zu den Schmerzen und der Bewegungseinschränkung.

Leider war die Krankheit bereits so weit fortgeschritten, dass ein komplett neues Gelenk eingesetzt werden musste. Bis sie aber das wichtige Gelenk bekam, musste sie Getränke und Nahrung mithilfe von Teelöffeln über die winzige Öffnung ihres Mundes zu sich nehmen.

Im November 2013 sollte sie dann endlich das langersehnte Gelenk bekommen. Doch dann der nächste Schock: Tamara war reagierte allergisch auf Nickel und Kobalt. Und eben jene waren Bestandteile des Gelenkersatzes.

Wieder musste Tamara unter Schmerzen, Schwellungen und Hautproblemen leiden, welche nicht weggehen würden. Im August 2016 wurde der jungen Frau zumindest auf der linken Seite ein verträgliches Gelenk eingesetzt. Doch die Schmerzen auf der rechten Seite blieben.

"An manchen Tagen geht es mir besser, an anderen schlechter. Ich kann mich nicht erinnern, wie es ist, keine Kiefer- oder Kopfschmerzen zu haben", so Tamara. Die 29-Jährige weiß, dass das Gelenk früher oder später ersetzt werden muss, doch die Kosten sind so immens, dass sie diese nicht alleine tragen kann.

Daher eröffnete ihre Freundin Kristyn Norton eine GoFundMe-Seite, um Unterstützung für die Australierin zu suchen. Bereits über 10.000 Dollar wurden gespendet. Bleibt zu hoffen, dass Tamara Minge auf diese Weise schon bald ohne Schmerzen leben kann.


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