Frau wegen allergischem Schock im Krankenhaus, dort bangt sie um ihr Leben

Doddinghurst (Großbritannien) - Leah Watts (28) wurde am vergangenen Dienstag wegen einer heftigen allergischen Reaktion in ein Krankenhaus eingeliefert. Doch statt sich nur kurz behandeln zu lassen musste sie insgesamt fünf Tage dort bleiben.

Im Krankenhaus erlitt Leah Watts (28) zwei weitere allergische Schocks. (Symbolbild)
Im Krankenhaus erlitt Leah Watts (28) zwei weitere allergische Schocks. (Symbolbild)  © 123RF/lenetstan

Der Grund: Leah Watts (28) erlitt während sie unter der Obhut des fahrlässigen Krankenhauspersonals stand, mehrere üble allergische Reaktionen, erzählte die noch immer verstörte Frau "EssexLive".

Zunächst lief alles, wie es sich gehört. Sie bekam zwar noch einen weiteren allergischen Schub, dieser wurde aber sofort behandelt. Ihr Körper beruhigte sich langsam wieder.

Sie überreichte dem behandelnden Arzt sofort eine Liste mit ihren Allergien, die sie für den Notfall immer bei sich trägt. Die Liste ist nämlich lang. Sie reagiert auf Milchprodukte, Gluten, E-Nummern und neun verschiedene Medikamente allergisch.

Als sie am selben Abend erneut eine allergische Reaktion erlitt, obwohl sie nichts mehr gegessen hatte, da das Krankenhaus kein Essen für Allergiker anbieten konnte, verabreichte ein Arzt ihr erneut ein Medikament. Zu Leahs Schrecken, stellte der fest, dass die Liste mit ihren Allergien verschwunden war. "Ich war sehr besorgt und wusste nicht, was los war", so die 28-Jährige.

Das blieb leider kein Einzelfall. In den fünf Tagen im Krankenhaus verlor das Personal insgesamt dreimal die wichtige Liste.

Der nächste allergische Schock ließ nicht lange auf sich warten

Zwei Tage nach ihrer Einlieferung wurde ihr endlich gesagt, dass sie nach dem Mittagessen nach Hause gehen dürfe. Daraus wurde aber nichts. Sie aß nämlich das angebotene Essen. Die nächste allergische Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.

"Mein Gesicht schwoll an, ich bekam einen Ausschlag und ich konnte nicht mehr atmen", so Leah. Denn anders als ihr versichert wurde, enthielt das Essen E-Nummern auf die sie heftig reagierte.

Sie klingelte mit ihrem Alarmknopf nach Hilfe. Eine Schwester kam kurz rein, sagte, sie hätte einem Arzt Bescheid gesagt und ging wieder. Es kam aber keiner. Die Pfleger sollen ihren Alarm sogar stumm geschaltet haben, behauptete die 28-Jährige. Schließlich holte ein Besucher Hilfe und suchte eine Schwester. Aber auch die konnte nicht helfen, da sie meinte, sie sei nicht in der Lage das benötigte Medikament Epinephrin zu spritzen.

Schließlich fand sich dann doch noch ein Arzt, der ihr helfen konnte.

Falsche Medikamente wurden ihr auch noch gegeben

Damit aber noch nicht genug. Das gleiche Spiel wiederholte sich nur zwei Tage später. Dieses Mal, weil ihr ein falsches Medikament gegeben wurde. Statt dass ihr dieses Mal direkt geholfen wurde, verweigerte ein Krankenpfleger ihr das dringend benötigte Epinephrin, da es wohl nicht verschrieben wurde.

Ihre Krankenakte konnte er aber auch nicht finden, um das zu überprüfen. Dann soll er einfach weggegangen sein.

Schließlich half ihr wieder eine fremde Frau und holte eine Oberschwester, die ihr das jetzt dringend benötigte Medikament gab. Spritzen musste die Patientin es sich aber selbst. Wirkliches Vertrauen zu den Krankenpflegern hatte sie zu dem Zeitpunkt schon längst nicht mehr. "Ich hatte so viel Angst, dass sie mir etwas anderes geben, dass ich zu diesem Zeitpunkt völlig verängstigt war."

Mittlerweile ist Leah wieder zu Hause und erholt sich von dem schrecklichen Krankenhausaufenthalt.

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