Spanner-Alarm auf Fusion-Festival: Frauen unter Dusche gefilmt und ins Netz gestellt

Lärz - Erst Monis Rache und jetzt die Fusion! Erneut hat auf einem Festival ein Spanner sein Umwesen getrieben.

Auf dem Fusion-Festival kam es zu einer Spanner-Attacke.
Auf dem Fusion-Festival kam es zu einer Spanner-Attacke.  © Christian Charisius/dpa

Wie die Veranstalter des Muikfestivals in einer Stellungnahme berichteten, sollen mehrere Frauen unter der Dusche gefilmt worden sein.

Die Kameras sollen dabei so platziert worden sein, dass man die Gesichter zwar nicht erkennen kann, dafür aber den Körper. Zudem gab es mehrere Nahaufnahmen von weiblichen Köperteilen.

Anschließend wurden die Aufnahmen auf der Porno-Plattform "xHamster" hochgeladen. Inzwischen sollen diese aber wieder gelöscht worden sein.

Demnach wurden die Veranstalter Ende Januar durch eine anonyme E-Mail über die Spannervideos in Kenntnis gesetzt. Daraufhin erstatteten sie Strafanzeige.

"Wir sind erschüttert und fassungslos darüber, dass diese Form von sexualisierter Gewalt an Orten stattfindet, in denen wir Antisexismus und Gewaltfreiheit als Grundkonsens verstehen", schrieb der "Kulturkosmos Müritz e.V."

Die Fusion stand schon vor Beginn unter keinem guten Stern. Aufgrund des Sicherheitskonzepts war lange unklar, ob das beliebte Festival überhaupt stattfinden konnte. Am Ende konnte man sich einigen. 70.000 feierten auf dem ehemaligen ehemaligen Militärflugplatz in Lärz. Überschattet wurde das Festival allerdings von einem Todesfall.

Damit für 2020 weitere Spanner-Attacken verhindert werden sollen, wollen die Veranstalter bei den Vorbereitungen Maßnahmen treffen.

Wie das Recherche-Team von STRG_F erst kürzlich aufgedeckt hatte, kam es 2018 auf dem Festival "Monis Rache" zu einem Spanner-Vorfall. Damals wurden Frauen auf den Toiletten mit Minikameras heimlich gefilmt. Auch diese Videos sollen später auf Pornoseiten gelandet worden sein.

Festivalbesucher tanzen an der Turmbühne auf dem Gelände des Fusion-Festival 2019.
Festivalbesucher tanzen an der Turmbühne auf dem Gelände des Fusion-Festival 2019.  © Christian Charisius/dpa