Streik und Senatsempfang: So lief der Frauentag in Hamburg

Hamburg - Zum Weltfrauentag sind in Hamburg zu einer Kundgebung für mehr Gleichberechtigung Frauenrechtsorganisationen, Parteien und Gewerkschaften zusammengekommen.

Teilnehmerinnen fordern beim Frauenstreik auf einem Transparent einen selbstbestimmten Feminismus.
Teilnehmerinnen fordern beim Frauenstreik auf einem Transparent einen selbstbestimmten Feminismus.  © dpa/Christian Charisius

Die Polizei ging von 500 Teilnehmern aus. Das "Hamburger Bündnis zum internationalen 8. März Streik" hatte alle "Frauen, Lesben, nicht-binäre, trans und inter Personen" aufgefordert, ihre Arbeit niederzulegen.

Unter dem Motto "Ohne uns steht die Welt still" zog der Demonstrationszug durch die Innenstadt.

Der Frauentag war auch Anlass für einen Senatsempfang im Rathaus, zu dem Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) 400 Gäste eingeladen hatte.

Festrednerin war die Genderforscherin Stevie Schmiedel, die Gründerin von "Pinkstinks Germany e.V.".

Der Internationale Frauentag sei wichtiger denn je, "denn wir erleben in vielen Fragen eine Rolle rückwärts. Zum Beispiel einen wiedererstarkenden Nationalismus und offen propagierte Frauenfeindlichkeit. Dabei ist Gleichstellung auch in Deutschland noch längst nicht erreicht", sagte Fegebank.

Seit 1911 gibt es den Internationalen Weltfrauentag, dieses Jahr steht unter anderem "Gleichberechtigung am Arbeitsplatz" im Vordergrund.

Ebenfalls anlässlich des Weltfrauentags protestierte eine Femen-Gruppe am Freitag im Stadtteil St. Pauli mit einer ungewöhnlichen Aktion.

Die halbnackten Frauen demontierten den Eingang zur Herbertstraße, um die Sexindustrie anzuprangern (TAG24 berichtete).

Am Rathausmarkt schreiben Frauen ihre Botschaften mit Kreide auf den Boden.
Am Rathausmarkt schreiben Frauen ihre Botschaften mit Kreide auf den Boden.  © dpa/Christian Charisius

Titelfoto: dpa/Christian Charisius

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