Frauenleiche zerstückelt und in den Neckar geworfen: Der Täter muss noch länger ins Gefängnis!

Stuttgart - Nach dem Fund einer Frauenleiche im Neckar muss das Stuttgarter Landgericht am Dienstag (10.30 Uhr) zum zweiten Mal über die mutmaßliche Schuld eines 77 Jahre alten Mannes entscheiden.

Zu sehen ist der Sitzungssaal im Stuttgarter Landgericht. (Symbolbild)
Zu sehen ist der Sitzungssaal im Stuttgarter Landgericht. (Symbolbild)  © DPA

Der Rentner soll seine Lebensgefährtin im September 2017 in seiner Wohnung in Esslingen getötet, zerteilt und die Leichenteile in den Neckar geworfen haben.

Sie waren mehrere Tage nach der Tat aus dem Neckar gezogen worden.

Der Mann beteuert seine Unschuld.

Allerdings muss der Deutsche in der Neuaufnahme des Verfahrens vor einer anderen Stuttgarter Schwurgerichtskammer ein härteres Urteil befürchten als in der ersten Runde.

Denn das Landgericht hatte den Angeklagten im ersten Verfahren im Juni 2018 nicht, wie vom Staatsanwalt beantragt, wegen Totschlags verurteilt, sondern zu sechs Jahren Gefängnis wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Der Bundesgerichtshof (BGH) ließ die Revision der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil zu.

In der Neuauflage forderte die Anklagebehörde nun zwölf Jahre Haft, die Verteidigerin des Mannes plädierte auf Freispruch.

Zwölf Jahre Gefängnis wegen Totschlags

Update 11.53 Uhr: Der 77-jährige Angeklagte ist wegen Totschlags zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht war am Dienstag überzeugt, dass der Rentner die Frau im September 2017 in seiner Wohnung in Esslingen nach einem Streit getötet, zerteilt und die Leichenteile in den Neckar geworfen habe. Der Angeklagte hatte stets seine Unschuld beteuert, allerdings schenkte die Kammer seinen Aussagen keinen Glauben.

Damit fiel das Urteil härter aus als in der ersten Auflage des Prozesses.

Ein Rentner soll die Leichenteile seiner Lebensgefährtin in den Neckar geschmissen haben. (Symbolbild)
Ein Rentner soll die Leichenteile seiner Lebensgefährtin in den Neckar geschmissen haben. (Symbolbild)  © DPA

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