Frei.Wild-Konzert geplatzt, doch die Band will trotzdem kommen

Flensburg - Frei.Wild gibt nicht auf! Die Südtiroler Band will trotz des geplatzten Konzerts am 20. April nach Flensburg kommen.

Sänger Philipp Burger will mit seiner Band Frei.Wild doch irgendwie nach Flensburg kommen.
Sänger Philipp Burger will mit seiner Band Frei.Wild doch irgendwie nach Flensburg kommen.  © dpa/Alexander Prautzsch

Jetzt suche die Band nach einer Ersatzspielstätte in der Region, werde aber in jedem Fall an die Flensburger Förde kommen - und sei es nur auf ein Bier mit den Fans oder für eine Autogrammstunde, sagte Konstantin Grosse von der Agentur KGB event an promotion am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Gegen die Entscheidung des Landgerichts Flensburg vom Vortag werde nicht Berufung eingelegt.

Das Gericht hatte einen Antrag des Konzertveranstalters auf eine einstweilige Verfügung verworfen und damit das geplante Konzert gestoppt.

Der Veranstalter wollte die Halle für das Konzert bekommen.

Der Hallenbetreiber lehnte unter anderem wegen Sicherheitsbedenken ab. Gegen das Konzert hatte sich Widerstand in Flensburg geregt.

Kritiker werfen den Deutschrockern eine Nähe zur rechten Szene vor, was die Musiker bestreiten.

In der Flens-Arena in Flensburg darf Frei.Wild nicht auftreten.
In der Flens-Arena in Flensburg darf Frei.Wild nicht auftreten.

Frei.Wild selbst meldete sich am Montagabend nach der Gerichtsentscheidung auf Facebook zu Wort: "Nicht, dass ihr denkt wir hätten zu Flensburg nichts zu sagen, aber wir müssen jetzt grad einfach mal reden wie wir das am geschicktesten anstellen."

"Nur soviel, habt keine Angst, alles wird gut, morgen Abend wisst ihr mehr, dann wenn die Nightliner starten!!! Also Leute, steckt den Kopf nicht in den Sand." (Rechtschreibung aus dem Original übernommen)

In einer Pressemitteilung der Agentur hieß es, allen juristischen Widrigkeiten zum Trotz wolle die Band die Flensburger Fans gerade jetzt nicht hängen lassen.

Bandleader Philipp Burger wurde mit den Worten zitiert: "Es geht hier weniger um uns. Viele große Bands waren schon in unserer Situation. AC/DC war auf einem ganzen Kontinent unerwünscht, die Toten Hosen haben es in Helgoland erlebt, jetzt hat es eben mal uns erwischt. Was uns aber wirklich ärgert ist, dass unter dem ganzen Hokuspokus der politischen Initiative gegen uns unsere tollen Fans zu leiden haben."

Die Band werde – "in welcher Form auch immer" – am 20. April in Flensburg präsent sein: "Wir freuen uns auf ein geiles Fest mit unseren Fans, mit oder ohne Halle, oder beidem. Irgendwie gehört sowas zum Rock'n Roll."

Titelfoto: DPA

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