Nach Überfall auf Netto-Markt: Angreifer müssen Heim wechseln

In diesem Netto-Markt auf der Chemnitzer Straße sorgten die beiden Männer am Wochenende für viel Aufregung.
In diesem Netto-Markt auf der Chemnitzer Straße sorgten die beiden Männer am Wochenende für viel Aufregung.

Freiberg - Nach den Angriffen auf einen Freiberger Netto-Markt am Freitag und Samstag sollen die beiden tatverdächtigen Asylbewerber in ein anderes Heim verlegt werden. Das berichtet die Freie Presse.

Am Freitag waren zwei Männer im Netto-Markt an der Chemnitzer Straße auffällig geworden. Zunächst wurden sie beim Ladendiebstahl erwischt, dann griffen sie die Mitarbeiter an.

Nachdem die beiden unerkannt entkamen, kehrten sie mit einer Machete und Pfefferspray bewaffnet zurück und bedrohten die Belegschaft erneut. Die eintreffende Polizei nahm einen der mutmaßlichen Täter (27) fest, der zweite entkam.

Doch damit war der Ärger für die Netto-Angestellten nicht beendet. Denn am Samstag kehrte der zuvor festgenommene lybische Staatsbürger zurück und drohte einer Mitarbeiterin mit einer "Geste des Kopfabschneidens", wie die Polizei Chemnitz bestätigte.

Nun scheint die Landesdirektion Sachsen die Lage entspannen zu wollen und quartiert die Männer offensichtlich um.

Es sei durchaus üblich, dass Personen das Heim wechseln, wenn es Probleme mit anderen Bewohnern oder im Umfeld gibt, bestätigt Landesdirektion-Pressesprecher Dr. Holm Felber gegenüber MOPO24. "Aussagen zu konkreten Fällen und Personen werden aber nicht gemacht."

Wie die Freie Presse berichtet, soll die Planung des Umzuges schon in vollem Gang sein. Details wurden aber noch nicht bekanntgegeben.

Fotos: Haertelpress/Jan Härtel-Bommel


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