Trotz Diskussion um Braunkohle-Ausstieg: Hier werden Bergleute gebraucht

Freiberg - Bergbau-Nachwuchs in Sachsen gesucht: Sie bauen wichtige Rohstoffe ab oder sichern Gruben. Trotz sinkender Zahlen hat der Beruf des Bergmanns in Sachsen Zukunft.

Die Zahl der Bergleute ist seit dem Ende der DDR zurückgegangen, aber der Bergmanns-Beruf hat Zukunft.
Die Zahl der Bergleute ist seit dem Ende der DDR zurückgegangen, aber der Bergmanns-Beruf hat Zukunft.  © DPA

Bergbau-Nachwuchs in Sachsen ist weiterhin gefragt - trotz der Diskussion um den Ausstieg aus der Braunkohle. "Der Bergbau hat Zukunft, er ist unverzichtbar für das Leben", sagte Prof. Dr. Bernhard Cramer (52) vom Sächsischen Oberbergamt in Freiberg zum Barbaratag, dem Gedenktag der Schutzpatronin der Bergleute.

Ohne die Arbeit der Bergmänner gäbe es weder Energie und Technik noch könne gebaut werden. Auch wenn die Beschäftigtenzahl seit etwa 15 Jahren konstant sei, würden Leute gebraucht und gesucht, sagte Cramer mit Verweis auf den derzeitigen Generationswechsel. "Wir haben immer wieder Bedarf, junge Menschen einzustellen, sie auszubilden und fit zu machen für Bergbau, Sanierung, Verwaltung und Bergsicherung."

Nach Angaben von Cramer ist die Zahl der Bergleute im Freistaat seit dem Ende der DDR massiv zurückgegangen - von einst rund 37.000 auf etwa 4500 Beschäftigte. Nur noch etwa 100 davon arbeiten unter Tage. Die Wismut hat ihre Untertage-Tätigkeit laut Cramer im Wesentlichen abgeschlossen.

In Sachsen wird Bergbau-Nachwuchs gesucht: Seit der Wiedervereinigung ist die Zahl der Bergleute im Freistaat massiv zurückgegangen.
In Sachsen wird Bergbau-Nachwuchs gesucht: Seit der Wiedervereinigung ist die Zahl der Bergleute im Freistaat massiv zurückgegangen.  © Peter Zschage

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