Nach Flüchtlings-Rechnung an Merkel: Freiberg bekommt Treffen mit Regierung

Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD) hat eine Rechnung an die Bundeskanzlerin geschickt.
Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD) hat eine Rechnung an die Bundeskanzlerin geschickt.

Freiberg - Die Stadt Freiberg hat eine Rechnung für die Integration der Flüchtlinge an das Bundeskanzleramt geschickt (TAG24 berichtete) - und spricht nun mit der sächsischen Landesregierung darüber.

Das Treffen sei für Ende dieses Monats geplant, wie der Sprecher der Dresdner Staatskanzlei, Ralph Schreiber, gegenüber TAG24 bestätigte.

Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD) hat von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) 736.200 Euro zurückgefordert. Das sind seinen Angaben zufolge die Kosten für die Integration der 1700 Flüchtlinge im vergangenen Jahr.

In einem Focus-Interview sagte Krüger: "Die Kanzlerin hat mehrfach versprochen, dass es für die Finanzierung der Flüchtlingskrise weder Steuer- noch Schulderhöhungen geben werde und darüber hinaus auf die kommunalen Haushalte keine zusätzlichen Belastungen zukämen. Genau daran wollte ich sie erinnern."

Freiberg zähle zu jenen Kommunen, die am meisten Flüchtlinge aufgenommen haben. "Bei uns leben zurzeit 1700 Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge – das entspricht einem vierprozentigen Anteil an unserer Einwohnerzahl. Im Bundesdurchschnitt ist es nur etwa ein Prozent", so der Oberbürgermeister.

"Es geht mir nicht nur um Freiberg oder hauptsächlich ums Geld, sondern ganz besonders darum, dass endlich eine ehrliche, öffentliche Debatte über diese hohe Belastung in den Kommunen geführt wird", sagte Krüger in dem Interview.


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