Diese Alge frisst den Treibhauseffekt

Sie kann unsere Umwelt retten: die Kieselalge Didymo unterm Mikroskop.
Sie kann unsere Umwelt retten: die Kieselalge Didymo unterm Mikroskop.

Von Daniela Möckel

Freiberg - Ein Durchbruch im Kampf gegen Klimawandel und Treibhauseffekt? Forschern der TU Freiberg ist es gelungen, das Geheimnis der Kieselalge Didymo zu entschlüsseln.

Diese zieht besonders viel schädliches Kohlendioxid aus der Luft und nutzt es zum Wachstum. Ein internationales, 30-köpfiges Forscherteam aus Polen, Russland, Frankreich, den USA und Deutschland beschäftigte sich mehr als drei Jahre mit der Algenart.

Das Besondere: Die Kieselalge tritt vor allem in Bergflüssen auf und ist, durch ihre Oberflächennähe, in der Lage, Photosynthese zu betreiben. Zur Bildung von Calcit, einem für das Wachstum wichtigen Mineral, zieht die Alge Kohlenstoffdioxid aus der Luft und entfernt damit das schädliche Treibhausgas auf der Erde.

Projektleiter und Biomineralogie- Professor Hermann Ehrlich (58) erklärt: „Durch diese Erkenntnis können wir herausfinden, wie sich die Alge für den Menschen und gegen den Klimawandel nutzen lässt.“ Noch stehen die Forschungen am Anfang.

Eine weitere Möglichkeit sei, die große Biomasse der weltweit vorkommenden Kieselalge für spezielle Abwasserreinigungssysteme zu nutzen.

Der Klimawandel verursacht das Schmelzen der Polkappen und einen Anstieg des Meeresspiegels. Auch der Lebensraum der Eisbären ist in Gefahr. 
Der Klimawandel verursacht das Schmelzen der Polkappen und einen Anstieg des Meeresspiegels. Auch der Lebensraum der Eisbären ist in Gefahr. 
Projektleiter und Biomineralogie-Professor Hermann Ehrlich (58).
Projektleiter und Biomineralogie-Professor Hermann Ehrlich (58).

Fotos: dpa (1) ; TU Bergakademie Freiberg (2)


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