Diese Sachsen wollen weltweit Leben retten

Freiberger Forscher in Neuseeland (v.l.): Stefan Buske (47), Christin Mann (25), Franz Kleine (23), Sascha Bodenburg (23) und Vera Ley (29).
Freiberger Forscher in Neuseeland (v.l.): Stefan Buske (47), Christin Mann (25), Franz Kleine (23), Sascha Bodenburg (23) und Vera Ley (29).

Von Bernd Rippert

Freiberg - Dem Erdbeben auf der Spur: Wissenschaftler der TU Freiberg erforschen in einem internationalen Projekt die Reibung kontinentaler Platten an der Südinsel von Neuseeland. Ziel ist es, die Anwohner vor dem nächsten großen Beben zu warnen.

Das nächste große Beben an der Grenze zwischen Australischer und Pazifischer Platte ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Ziemlich sicher ist die Stärke des Bebens: etwa 8.

Wie grausam das Wackeln der Erde sein kann, haben die Neuseeländer schmerzlich erfahren. Beim Christchurch-Beben 2011 (Stärke: 6,3) starben 185 Menschen, wurden 4 460 verletzt.

Dass die Folgen beim nächsten Mal nicht so katastrophal ausfallen, daran arbeiten zwei Freiberger Wissenschaftler, Stefan Buske (47) und Vera Ley (29), sowie mehrere Kollegen.

Verheerendes Erdbeben in Neuseeland: Im Februar 2011 starben 185 Menschen rund um die Stadt Christchurch.
Verheerendes Erdbeben in Neuseeland: Im Februar 2011 starben 185 Menschen rund um die Stadt Christchurch.

"Wir werden auch in (einigen - Anm. d. Red.) Jahren noch kein Erdbeben exakt vorhersagen können", dämpft Vera Ley übertriebene Hoffnungen.

"Aber wird arbeiten daran, das Risiko einzugrenzen."

Dazu war eine fünfköpfige Forschergruppe zuletzt für drei Wochen in Neuseeland, sammelte mit einem Vibrationsfahrzeug viele Daten seismischer Wellen.

"Wenn alles ausgewertet ist, können wir den Untergrund in 3-D zeigen", weiß Vera Ley. Das Projekt läuft vorerst bis 2018.

Fotos: ©TU Bergakademie Freiberg/ Vera Lay, Mark Mitchell


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