Hund büxt aus, dann macht er Karriere bei der Polizei

Freiberg - Einmal Polizeihund sein! Dieser Wunsch erfüllte sich, wenn auch unfreiwillig, für den zwölf Jahre alten Labrador Aron.

Für einen Labrador wie diesen wurde ein Traum wahr! Er wurde kurzerhand zum "Diensthund" (Symbolbild).
Für einen Labrador wie diesen wurde ein Traum wahr! Er wurde kurzerhand zum "Diensthund" (Symbolbild).  © 123RF/Lotti Andersson

Kurz vor dem Jahreswechsel meldete sich ein Bürger per Notruf bei der Polizei Freiberg, weil ihm in Hirschfeld ein ausgewachsener Labrador zugelaufen war.

Die Beamten konnten jedoch keinen Besitzer ermitteln. So wurde der folgsame und freundliche Vierbeiner erstmal mit zur Dienststelle nach Freiberg genommen und von den Polizisten versorgt und Gassi geführt.

Verzweifelt suchten die Polizisten weiter nach dem Besitzer des Hundes - vergeblich! Auch in anderen Polizeidienststellen wurde kein vermisster Hund gemeldet. Eine Übergabe an das Tierheim scheiterte ebenfalls, da an den Tagen vor Silvester niemand erreichbar war.

Nach etlichen Telefonaten gelang es den Polizisten schließlich eine Tierärztin zu finden. Diese konnte einen implantierten Chip auslesen und den Halter des Labradors ausfindig machen.

Die Beamten übergaben Aron an seinen Besitzer. Dieser hatte vergeblich in ganz Hirschfeld nach dem Vierbeiner gesucht. Umso größer war die Freude bei ihm, als er seinen geliebten Hund wieder hatte.

Damit endete die gut zwölfstündige "Dienstzeit" des Labradors im Polizeirevier Freiberg. Ein Abenteuer, welches Aron und die Polizisten sicher nicht so schnell vergessen werden.

Rückblick: Weitere tierische Polizeieinsätze im Jahr 2019

Mehrere Küken waren in einen Gully gefallen und mussten gerettet werden.
Mehrere Küken waren in einen Gully gefallen und mussten gerettet werden.

Im vergangen Jahr gab es für die Polizei rund um Chemnitz einige weitere tierische Einsätze.

Im Juni 2019 wurde ein Gully einigen Entenküken beinahe zum tödlichen Verhängnis (TAG24 berichtete). Sie waren in den Abfluss gefallen und kamen aus eigener Kraft nicht wieder heraus.

Ein Anwohner bemerkte die Schreie der Küken und alarmierte die Polizei. Diese konnte den Gully allerdings nicht anheben - so kam letztlich die Feuerwehr zum Einsatz. Die Einsatzkräfte konnten den Gully öffnen und befreiten die Küken.

Sie waren unverletzt und konnten zusammen mit ihrer Mutter den Weg fortsetzen.

Im Juli 2019 gab es ebenfalls einen tierischen Polizeieinsatz. Mitten in der Nacht machte es in einem Pool in Döbeln platsch! Die Bewohner Hubert (69) und Roswitha Etzdorf (68) staunten nicht schlecht: Ein ausgewachsener Rehbock schwamm in ihrem Pool (TAG24 berichtete). Verzweifelt versuchte das Reh aus dem Pool zu kommen - vergeblich!

Die Hausbesitzer riefen daher die Polizei. Ein Beamter fackelte nicht lange, lieh sich vom Hausbesitzer eine Badehose, sprang in den Pool und rettete mit vollem Körpereinsatz das Tier. Das Reh suchte sofort das Weite.

Diese ungewöhnlichen Einsätze werden auf jeden Fall Tier und Mensch in Erinnerung bleiben.

Geschafft: Die Feuerwehr rettete die Küken aus dem Gully.
Geschafft: Die Feuerwehr rettete die Küken aus dem Gully.  © André März

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