NATO soll die Freiberger Bergakademie unterstützen

Rohstoffabbau ohne Sprengstoff: Prof. Dr. Carsten Drebenstedt von der Bergakademie Freiberg mit einem Meißel am Versuchsstand.
Rohstoffabbau ohne Sprengstoff: Prof. Dr. Carsten Drebenstedt von der Bergakademie Freiberg mit einem Meißel am Versuchsstand.  © Detlev Müller

Freiberg - Die Bergakademie Freiberg hat Fördergelder bei der Nato beantragt. Dabei geht es um ein Projekt zum sprengstofflosen Abbau von Rohstoffen in Krisengebieten.

"Die Nato setzt nicht nur auf Waffen, sondern auch auf Wissenschaft und Forschung", so der Leiter der Professur für Bergbau-Tagebau, Carsten Drebenstedt gegenüber dem MDR. "Wir haben uns deshalb bei der Nato um eine Förderung beworben."

Bei dem Projekt geht um sprengstofflosen Abbau von Rohstoffen in Krisengebieten. So soll verhindert werden, dass Sprengstoff Kriegsgegnern, paramilitärischen Einheiten oder Attentätern in die Hände fallen könnten. Die Bergakademie arbeitet mit Universitäten aus der Ukraine und Afghanistan zusammen.

Die Freiberger forschen schon länger an der sprengstofflosen Gesteinszerstörung. Gebraucht werden neue Technologien, so dass es sich für die Unternehmen rechnet.

Dazu gehören zum Beispiel Hochdruck-Wasserstrahlen, Laser oder Mikrowellen. Durch Mikrowellen wird Gestein poröser und die Rohstoffe können gezielter abgebaut werden.

Sprengen ohne Sprengstoff: Prof. Dr. Carsten Drebenstedt (r.) und Dr. Taras Shepel von der Bergakademie Freiberg testen die Festigkeit der Meißel.
Sprengen ohne Sprengstoff: Prof. Dr. Carsten Drebenstedt (r.) und Dr. Taras Shepel von der Bergakademie Freiberg testen die Festigkeit der Meißel.  © Detlev Müller