Sachsens historische Wasserversorgung: So lange ist die Freiberger Laufanstalt schon in Betrieb

Freiberg - Sie wurden vor über 500 Jahren angelegt und sind noch immer „im Dienst“: die historischen Stauanlagen der Revierwasserlaufanstalt Freiberg.

Umweltminister Thomas Schmidt (58, CDU, l.) lässt sich von Mitarbeitern der Landestalsperrenverwaltung ein Einlaufbauwerk am Oberen Großhartmannsdorfer Teich erklären.
Umweltminister Thomas Schmidt (58, CDU, l.) lässt sich von Mitarbeitern der Landestalsperrenverwaltung ein Einlaufbauwerk am Oberen Großhartmannsdorfer Teich erklären.  © Oliver Killig/dpa

Das aktuell aus zehn Kunstteichen (zusammen 5,7 Millionen Kubikmetern Volumen), 51 Kilometern Kunstgräben sowie 23 Kilometern Wassertunneln bestehende System wurde ursprünglich für den Freiberger Silberbergbau angelegt.

Heute wird es hauptsächlich für die Rohwasserbereitstellung zur Trinkwasserversorgung im Chemnitzer Umland sowie für die Brauchwasserversorgung der Industrie im Freiberger Raum genutzt.

Gleichzeitig würden die Anlagen wichtige Funktionen für die Fischereiwirtschaft und als Angelgewässer erfüllen, erklärte Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (58, CDU) Montag beim Besuch der im 16. und 18. Jahrhundert angelegten Großhartmannsdorfer Teiche.

„Wenn wir uns heute gemeinsam über die Aufnahme der ‚Montanregion Erzgebirge‘ in das UNESCO-Weltkulturerbe freuen, dann haben die alten wasserwirtschaftlichen Anlagen der Revierwasserlaufanstalt einen großen Anteil daran, dass der Bergbau das Erzgebirge über Jahrhunderte prägen konnte“, so Schmidt. Erst die Nutzung der Wasserkraft habe den Bergbau möglich gemacht.

Laut Schmidt hat der Freistaat seit dem Jahr 2000 rund 33 Millionen Euro für Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen dieser Anlagen aufgewendet.

Blick aus der Luft auf die Stauanlage am Unteren Großhartmannsdorfer Teich.
Blick aus der Luft auf die Stauanlage am Unteren Großhartmannsdorfer Teich.  © Oliver Killig/dpa

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0