Freiberg: Schacht nach Sanierung wieder geöffnet

In 270 Metern Tiefe stehen Bergleute in einem Wasserkraftwerk von 1914. Nach der Sanierung ist der Zugangsschacht zu dem Stollen, der Drei-Brüder-Schacht, wieder eröffnet worden.
In 270 Metern Tiefe stehen Bergleute in einem Wasserkraftwerk von 1914. Nach der Sanierung ist der Zugangsschacht zu dem Stollen, der Drei-Brüder-Schacht, wieder eröffnet worden.  © dpa/Jan Woitas

Freiberg - Der Schacht ruft: Nach drei Jahren Sanierung ist der durch das Hochwasser von 2002 stark beschädigte Drei-Brüder-Schacht in Freiberg (Mittelsachsen) wieder eröffnet worden. Das Projekt hat 5,5 Millionen Euro gekostet.

Im Zuge der Sanierung wurde unter anderem die 280 Meter tiefe Schachtröhre komplett beräumt und instand gesetzt. Dafür seien tonnenweise Schrott, Altkabel sowie Geröll ausgefördert und 120 Tonnen Stahl verbaut worden.

Der 200 Jahre alte Schacht wurde früher bergbaulich genutzt, danach bis in die 1970er-Jahre im Drei-Brüder-Schacht ein Kraftwerk zur Stromerzeugung betrieben. 

Heute dient er als südlichster Zugang zum Rothschönberger Stollen. Dieser ist der wichtigste Entwässerungsstollen Sachsens und reguliert Abflüsse aus mehreren Revieren.

Nach eigenen Angaben investiert Sachsen jedes Jahr zwischen zwölf und 15 Millionen Euro in den Altbergbau, um Brüche und Einstürze zu vermeiden.

Mitarbeiter des Sächsischen Oberbergamtes bei einer Kontrollbefahrung des 
Rothschönberger Stollens unter Freiberg.
Mitarbeiter des Sächsischen Oberbergamtes bei einer Kontrollbefahrung des Rothschönberger Stollens unter Freiberg.  © Sächsisches Bergbauamt

Titelfoto: dpa/Jan Woitas