Kein Investor gefunden: Ausverkauf bei Solarworld startet

Freiberg - Die Hoffnungen auf einen Investor für das Freiberger Werk des insolventen Unternehmens Solarworld haben sich zerschlagen.

Frank Asbeck hatte nach der ersten Insolvenz mit Finanzhilfen aus Katar die Werke in Freiberg und Arnstadt aus der Insolvenzmasse zurückgekauft.
Frank Asbeck hatte nach der ersten Insolvenz mit Finanzhilfen aus Katar die Werke in Freiberg und Arnstadt aus der Insolvenzmasse zurückgekauft.  © DPA

"Es besteht keine erkennbare Perspektive mehr, noch einen Investor zu finden", sagte Insolvenzverwalter Christoph Niering der Deutschen Presse-Agentur.

Man habe weltweit gesucht und über zwei Dutzend Kaufinteressenten gefunden - aus China über Deutschland bis nach Australien.

Wegen des dramatischen Preisverfalls für Solarmodule infolge der Billigkonkurrenz aus Asien hätten die meisten aber keine wirtschaftliche Perspektive gesehen.

Spätestens im März, soll die Versteigerung losgehen. Dafür kommt alles unter den Hammer, was abgebaut werden kann und nicht zum Gebäude gehört. "Wir haben bewusst lange mit der Versteigerung gewartet, um nicht die Möglichkeit für einen Neuanfang auszuschließen", so Niering. Weltweit werden den Interessenten nun Computer, Werkstatteinrichtungen und Modulfertigung zum Kauf angeboten. "Im Grunde die komplette Fabrik."

Nach einer ersten Insolvenz kam im März 2018 die erneute Pleite für Solarworld. Zum 1. August 2018 wechselten 216 Solarworld-Beschäftigte aus dem Freiberger Werk in eine Transfergesellschaft, die Ende Januar auslief.

Rund 180 Beschäftigte haben laut Arbeitsagentur mittlerweile einen neuen Job.

Für das Solarworld-Werk in Freiberg gibt es keine Hoffnung mehr.
Für das Solarworld-Werk in Freiberg gibt es keine Hoffnung mehr.  © DPA

Titelfoto: DPA

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