200 neue Jobs sollen entstehen: So geht es mit dem Solarworld-Werk weiter

Freiberg - Das Anfang des Jahres gegründete Unternehmen JT Energy Systems will das ehemalige Solarworld-Werk im sächsischen Freiberg übernehmen.

Das Unternehmen JT Energy Systems will das Freiberger Solarworld-Werk übernehmen.
Das Unternehmen JT Energy Systems will das Freiberger Solarworld-Werk übernehmen.

Dort soll mit einer Fläche von 42.000 Quadratmetern ein Produktionszentrum für Lithium-Ionen-Batterien und Ladesysteme im Logistikbereich entstehen, teilte das Unternehmen mit. Geplant ist der Produktionsstart für das erste Quartal 2020. In einem ersten Schritt sollen am Standort Freiberg rund 200 Arbeitsplätze entstehen.

JT Energy Systems reagiere damit auf die steigende Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batteriesystemen, hieß es. Ladezeiten, Lebensdauer und Energieeffizienz seien deutlich besser als bislang dominierenden Blei-Säure-Batterien.

Die Lithium-Ionen-Batterien können etwa in elektrischen Hubwagen oder Staplern zum Einsatz kommen. "Mit der Übernahme des Werkes in Freiberg gewinnen wir bereits jetzt notwendige Produktionskapazitäten sowie einen hervorragenden Standort", erklärten die Geschäftsführer der JT Energy Systems GmbH, ‎Reinhild Kühne und Martin Hartmann.

JT Energy Systems war im Februar als Gemeinschaftsunternehmen des Hamburger Intralogistik-Unternehmens Jungheinrich und der sächsischen Triathlon Holding GmbH zur Produktion und Wiederaufarbeitung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen in Glauchau gegründet worden. Während sich das Unternehmen dort auf die hochautomatisierte Fertigung von Modulen spezialisieren will, soll in Freiberg die Montage der Batteriesysteme sowie der Ladegeräte erfolgen.

Lange Zeit hatte der Solarworld-Insolvenzverwalter weltweit nach einem Käufer für das Werk des insolventen Solarzellenherstellers in Freiberg gesucht. Nach einer ersten Insolvenz kam im März 2018 das endgültige Aus für Solarworld.

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