Streit eskaliert: Mann sticht seine Frau nieder

Die Frau schleppte sich blutend aus der Wohnung. (Symbolbild)
Die Frau schleppte sich blutend aus der Wohnung. (Symbolbild)  © DPA

Freiberg - Gewaltverbrechen in Mittelsachsen. Ein Mann stach in der Nacht seine Ehefrau in einer Wohnung in der Karl-Kegel-Straße nieder. Die Frau kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

Nach TAG24-Informationen passierte die Bluttat in der noch gemeinsamen Wohnung - das Ehepaar lebt aber in Trennung. Die beiden stritten sich angeblich um den Aufenthaltsort der gemeinsamen Kinder.

Der Zoff eskalierte. Da zog der Mann ein Messer und stach mehrfach auf seine 24-jährige Ex ein.

Die Frau schleppte sich blutend aus der Wohnung auf die Karl-Kegel-Straße. Auch eine Mitarbeiterin des Jugendamtes sowie eine Sozialarbeiterin mit einem Kind der Familie flüchteten aus der Wohnung.

Ein Passant rief sofort Polizei und Rettungsdienst. Dieser brachte die Schwerverletzte ins Krankenhaus.

Kurz nach der Tat konnte der 33-jährige Tatverdächtige vor dem Haus festgenommen werden. Bei sich hatte er zwei seiner Kinder. Beide sind unverletzt.

Alle drei Kinder der Familie befinden sich nun in der Obhut des Jugendamtes.

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat unter anderem wegen versuchten Totschlags Haftbefehl beim Amtsgericht Chemnitz beantragt. Noch am Freitag wird der 33-Jährige einer Haftrichterin vorgeführt.

Update 14.40 Uhr:

Das Amtsgericht Chemnitz hat Haftbefehl gegen den 33-Jährigen erlassen. Der Tatverdächtige wird in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Update 14:25 Uhr:

Nach Informationen der Staatsanwaltschaft befand sich das Ehepaar offenbar gerade in der Trennungsphase. Die Ehefrau war kürzlich ins Frauenhaus geflüchtet. Am Donnerstagabend kehrte sie in die noch gemeinsame Wohnung zurück um einige persönliche Sachsen abzuholen. Dabei kam es zu dem heftigen Streit mit dem Ehemann. Die Frau erlitt lebensbedrohliche Stichverletzungen im Rückenbereich.

Dagmar Riedel (43), Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz sagte: "Zu den näheren Umständen der Tat können wir aktuell nichts sagen, weil die Frau noch nicht vernehmungsfähig ist."

Titelfoto: DPA


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