Harte Nuss: Ingenieur erfindet Macadamia-Knack-Maschine

Freiberg - Ein Maschine speziell zum Knacken der superharten Macadamianüsse ist an der TU Bergakademie Freiberg erfunden worden.

Matthias Kröger, Institutsleiter des Instituts für Maschinenelemente, Konstruktion und Fertigung der TU Bergakademie Freiberg, hält verschiedene maschinell geknackte Macadamia-Nüsse in der Hand.
Matthias Kröger, Institutsleiter des Instituts für Maschinenelemente, Konstruktion und Fertigung der TU Bergakademie Freiberg, hält verschiedene maschinell geknackte Macadamia-Nüsse in der Hand.  © DPA

Professor Matthias Kröger entwickelte den Apparat, mit dem die besonders harte Schale aufgespalten werden kann, ohne bei dem Großteil der Nüsse den sehr weichen Kern zu beschädigen. Seit 30. November ist seine Erfindung durch ein Patent geschützt.

Die Macadamianuss gehört zu den teuersten Nüssen der Welt. Durch ihre Kugelform und die dicke Schale ist sie sehr schwer zu knacken. Laut Kröger erreicht sein Apparat eine Quote von 70 bis 80 Prozent unbeschädigter Kerne. Üblich seien rund 50 Prozent. Derzeit können mit der Maschine bis zu 100 Kilogramm Nüsse pro Stunde geknackt werden. "Wir haben nicht nur einen Knackmechanismus entwickelt, sondern einen kontinuierlichen Prozess daraus gemacht", sagte Kröger.

Anbaugebiete für Macadamianüsse sind unter anderem in Australien, Neuseeland, Brasilien, den USA oder auch Kenia. Die Erfindung ist in Kooperation mit der Taita Taveta University im kenianischen Voi entstanden.

Mitte Dezember hat der Leiter des Instituts für Maschinenelemente, Konstruktion und Fertigung den Prototypen des Supernussknackers gemeinsam mit dem Verein Deutscher Ingenieure in Freiberg erstmals öffentlich vorgestellt.

Die Schale einer Macadamia-Nuss liegt unter einem Mikroskop in einem Labor des Instituts für Maschinenelemente, Konstruktion und Fertigung der TU Bergakademie Freiberg.
Die Schale einer Macadamia-Nuss liegt unter einem Mikroskop in einem Labor des Instituts für Maschinenelemente, Konstruktion und Fertigung der TU Bergakademie Freiberg.  © DPA

Titelfoto: DPA

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