Dieser Roboter testet die Qualität unserer Seen und Talsperren

Freiberg - Sie heißt "Elisabeth" und soll die Kontrolle unserer Binnengewässer erleichtern: Informatiker der TU Freiberg entwickeln einen Schwimmroboter, der eigenständig auf dem Wasser fahren und die Wasserqualität prüfen kann. Die erste Testfahrt kann voraussichtlich im Laufe des Jahres starten.

Die TU-Informatiker Robert Lösch (r.) und Mark Sastuba zeigen den neu entwickelten Schwimmroboter „Elisabeth“ in einem Virtual-Reality-Raum.
Die TU-Informatiker Robert Lösch (r.) und Mark Sastuba zeigen den neu entwickelten Schwimmroboter „Elisabeth“ in einem Virtual-Reality-Raum.  © Detlev Müller/TU Bergakademie Freiberg

Bisher sieht eine Trinkwasserkontrolle an einem Stausee oder einer Talsperre so aus: Ein Wissenschaftler fährt an den See, nimmt eine Probe, diese muss zur Analyse ins Labor - sehr zeitaufwendig.

",Elisabeth' kann viel schneller, und zwar in Echtzeit, Daten messen und an eine Station senden", erklärt TU-Sprecherin Lisa Rischer (28).

Den Roboter gibt es schon, jetzt werden entsprechende Sensoren entwickelt. "Die sollen Temperatur, Wasserdruck und pH-Wert sowie Phosphat- und Quecksilbergehalt messen." Auch Gas- und Feststoffanteile kann "Elisabeth" feststellen. So auch die Belastung durch Mikroplastik, die in den sächsischen Talsperren und Stauseen zunimmt. "Unser Roboter kann zur Forschung zu den Auswirkungen der Partikel einen wichtigen Beitrag leisten", so Rischer weiter.

Ende des Jahres wird "Elisabeth" vermutlich erste Probefahrten unternehmen.

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