Große Trauer: Verkehrsexperte Werner Helfen ist tot

Freiberg - Er wurde 2014 berühmt, als er von einem Unfallschwerpunkt berichtet, während sich gerade hinter ihm genau der Unfall ereignete, den er beschrieb: Verkehrsexperte Werner Helfen verstarb plötzlich und unerwartet in der Nacht zu Mittwoch.

Große Anteilnahme: Der plötzliche Tod von Stadtrat und Fahrlehrer Werner Helfen (†62) macht viele Freiberger betroffen.
Große Anteilnahme: Der plötzliche Tod von Stadtrat und Fahrlehrer Werner Helfen (†62) macht viele Freiberger betroffen.  © Freiberg TV

Er wurde 62 Jahre. Der Fahrlehrer war oft als Experte gefragt, stand immer wieder für TV-Beiträge vor der Kamera. Für die FDP saß er im Freiberger Stadtrat, er war auch im Kreisrat tätig.

Zur Landtagswahl warb er noch für sich und seine Partei.

Die Anteilnahme der Freiberger ist groß. "Werner, ich werde Dich vermissen", äußerte sich Oberbürgermeister Sven Krüger (45, parteilos). "Die Nachricht vom plötzlichen Tod von Stadtrat Werner Helfen macht mich betroffen."

Gerade erst hat er zur jüngsten Stadtratswahl für die FDP die meisten Stimmen in Freiberg errungen und seine zweite Legislaturperiode begonnen.“ Und weiter: „Mit großem Engagement hat es sich stets für Interessen der Stadt Freiberg eingesetzt. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz für die Verkehrssicherheit in der Stadt.“

Werner Helfen wurde mitten aus dem Leben gerissen. Auch auf seiner eigenen Facebookseite sammeln sich die Beileidsbekundungen von Bekannten, Freunden und Wegbegleitern. „Lieber Werner ich bin schockiert und sehr traurig. Du warst ein prima Mensch mit großem Herz. Du gehörtest zu Freiberg und Mittelsachsen. Es war immer ein Vergnügen mit dir zu sprechen. Ruhe in Frieden“, richtet etwa Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger (54, SPD) seine letzten Worte an Helfen.

Weniger Tage vor seinem plötzlichen Tod war der beliebte Fahrlehrer und Verkehrsexperte sogar noch in einer Live-Sendung im Fernsehen zu Gast, Thema war die Landtagswahl in Sachsen.

Millionenfach wurde das Video geklickt, dass Helfen über die Grenzen von Sachsen hinaus bekannt machte. Für seine eigene Sendung mit dem Titel „Werner kann helfen“, die im Lokalfernsehen gezeigt wurde, berichtete der Hobby-Reporter von verschiedenen Unfallschwerpunkten in Freiberg. Er postierte sich gerade an der Kreuzung Beethoven-/Heinrich-Heine-Straße mit seinem Kameramann und begann zu erklären, was diese Stelle so gefährlich mache und warum es dort immer wieder krachte. Und just während seiner Analyse fuhr damals ein VW in einen Audi. Verletzt wurde niemand, erschrocken waren alle Augenzeugen aber allemal.

Nach einem kurzen Schreckmoment - die Kamera lief währenddessen weiter - hatte Werner Helfen seine Gedanken auch schon wieder sortiert und moderierte weiter. Er baute den Live-Unfall sogar in seinen Beitrag ein. Seine Reaktion und der Clip machten den Freiberger auf einen Schlag berühmt.

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